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SC Rist Wedel: „Wir sind variabler aufgestellt“

Zum Mannschaftsfoto des SC Rist Wedel für die Saison 2025/2026 stellten sich: Co-Trainer Marian Schick (hinten, von links), Niklas Krause, Bjarne Drewes, Lincoln Rosebush, Linus Hoffmann, Tyrese Steinig, Gerrit Kanne, Tomas Bjarkason, Jared Grey und Orthopäde Jens von Schöning sowie Cheftrainer Hamed Attarbashi (vorne, von links), Danny Egbe, Aleksandar Postic, Nelson Martin, Al-Fayed Alegbe, Theo Sigmund, Jayden Fatnassi, Darren Egbe, Janne Müller und Team-Managerin Britta Wien-Hansen. Foto: Manningeaux

Start mit fünf externen Neuzugängen, fünf neuen U18-Talente und neuem Co-Trainer in die ProB-Saison 2025/26

Neue Saison, neue Gesichter, heißt es alljährlich bei nahezu jeder Sport-Mannschaft. Auch bei den Basketballern des SC Rist Wedel, von denen sich nach dem Ende der Serie 2024/ 2025 mit Jeremia Agyepong, Leif Möller, Camron Reece, Nikola Sredojevic und Mika Tangermann fünf Spieler verabschiedeten. Im Gegenzug kamen fünf externe Neuzugänge, die sich laut Christoph Roquette, dem Sportlichen Leiter des Clubs, „alle hervorragend integriert haben“.

Demnach zeigte Aleksandar Postic in seinen ersten Wochen am Steinberg „genau das, was wir uns von ihm erhofft haben: Shooting, Shooting, Shooting“, sagte Roquette über den 24-Jährigen, der vom VfL Stade (1. Regionalliga) auf die andere Elbseite kam. „In den Trainingseinheiten und unseren Testspielen hat er gezeigt, dass er ein sicherer Distanzschütze ist“, lobte Roquette den Shooting Guard. RistTrainer Hamed Attarbashi hob hervor, dass sich Postic „auch menschlich sehr gut eingebracht“ habe: „Seine Mitspieler mögen ihn.“

Postics Erfahrung könne „vor allem in engen Spielen wichtig werden“, weiß Roquette, der den in Hamburg-Eiẞendorf lebenden Neuzugang lobte: „Er hat sich schnell integriert und eine hervorragende Motivation an den Tag gelegt.“ Es würde „Spaß machen, Aleks zuzuschauen“, so der Sportchef.

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Noch nicht allzu oft in Erscheinung trat bisher im gelb-grünen Trikot Tomas Bjarkason. Der 26-Jährige trainierte vornehmlich beim - Kooperationspartner Hamburg Towers mit und nahm t auch am Trainingslager des ʼn Bundesligisten teil, was laut Roquette „so nicht geplant war“. Zudem habe sich Bjarkason„erst einmal an das höhere Pensum gewöhnen müssen“, ergänzte der Sportchef.

In seinen ersten Wochen in Deutschland habe der 2,04 Meter große und 107 Kilogramm schwere Däne aber laut Roquette „gezeigt, dass er über den Kampfeswillen und Einsatz kommt“. Und genau wegen dieser Stärken hatten die Wedeler ihn für die Positionen vier (Power Forward) und fünf (Center) verpflichtet. Roquette sagte: „Er wird unter dem Brett wühlen und seine Rebounds holen.“

Als Importspieler in die großen Fußstapfen von Reece treten soll Lincoln Rosebush. Der Kanadier kam aus der 2. Liga Portugals und misst sogar 2,08 Meter. „Mit Lincoln und Tomas haben wir jetzt zwei große Spieler“, weiß Roquette, der die Unterschiede zwischen den beiden Spielern wie folgt charakterisierte: „Tomas ist mehr der Kämpfer, Lincoln kann kreieren.“ In der Vorbereitung habe es mit den beiden Akteuren „schon gut gepasst“, ergänzte der Sportliche Leiter.

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Ganz genau passten am 13. September auch Rosebushs Dreierwürfe: Dreierwürfe: Beim 81:68 (31:31)-Sieg im Saisoneröffnungsspiel des SC Rist gegen den norwegischen Erstligisten BK Kongsberg Miners flogen alle fünf Distanzwürfe des 26-Jährigen in den Korb. „Das macht Lust auf mehr“, frohlockte Attarbashi, während sich Roquette mit Blick auf Linus Hoffmann und Jared Grey darüber freute, dass es nun„mehr Kombinationsmöglichkeiten auf den großen Positionen geben“ würde: „Wir sind jetzt variabler aufgestellt, und das war uns ganz wichtig.“

Ebenfalls im Verbund mit den Towers gelang es, Janne Müller an die Elbe zu lotsen. Der Aufbauspieler, der im Juli mit Deutschlands U19 Vizeweltmeister geworden war, stammt aus dem Nachwuchs des Bundesligisten Telekom Baskets Bonn. „Er verfügt über eine riesige Qualität“, weiß Roquette, der in Müller „einen Nachfolger für Grey“ sieht.

Grey war vor Jahresfrist in den Norden gekommen und hatte eine so gute Entwicklung genommen, dass er in der neuen Saison wohl mehr im Towersals im Rist-Trikot zu sehen sein wird. Dagegen war Müller schon in vielen Testspielen für die Wedeler aktiv.„Auf Janne können sich unsere Zuschauer freuen“, sagte Roquette

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Und dann ist da noch Theo Sigmund, der den Ristern quasi „zulief“. Nachdem er wegen seines Studiums aus Heidelberg nach Hamburg zog, meldete sich der 19-Jährige bei Attarbashi. Der Trainer wurde hellhörig, zumal er früher selbst in Heidelberg tätig war. Sigmund hat im Angriff seine Stärken und ist der fünfte externe Zugang.

Hinzu kommen mit Bjarne Drewes, Danny Egbe, Gerrit Kanne, Paul Mellentin und Tyrese Steinig fünf Talente, die für die U18 der Towers in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga spielen. Während der Saisonvorbereitung sammelte das Quintett im Training wie in den Testspielen der Wedeler erste Erfahrungen im Herren-Bereich. „Sie haben sich hervorragend eingefügt und in einigen Partien gegen Regionalligisten ihr Können gezeigt“, lobte Roquette.

Auch am Spielfeldrand gibt es ein neues Gesicht: Weil die bisherige Co-Trainerin Constanze Wegner zum Deutschen Basketball-Bund ging, brauchte Attarbashi neuen Assistenten - und bekam ihn mit Marian Schick. Der 38-Jährige hatte in den beiden vorherigen Spielzeiten im einen Nachwuchsbereich von Bayer Leverkusen seine erste Trainerstation gehabt. „Außerdem hat Marian einen Erfahrungsschatz riesigen aus seiner Zeit als Spieler, den er bei uns einbringt“, sagte Attarbashi über seinen Assistenten, der so, wie in den letzten beiden Jahren Wegner, parallel zu seinem Engagement am Steinberg auch das U18-Team der Towers in der NBBL trainieren wird. Eine enge Verzahnung ist hier somit weiterhin gewährleistet.

Attarbashi schätzt seinen neuen Trainerpartner aber nicht nur sportlich, sondern auch menschlich: „Er ist ein sehr lieber und lustiger Kerl.“ Es spricht also alles dafür, dass die Rister mit ihren neuen Gesichtern eine neue Erfolgsgeschichte schreiben werden. 

Johannes Speckner


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