Fragt man junge Menschen nach ihren beruflichen Wünschen, erhält man nicht selten nur ein Schulterzucken. „Ich weiß es noch nicht - vielleicht gehe ich weiter zur Schule, vielleicht starte ich aber auch eine Ausbildung oder ein Studium oder reise erst einmal durch die Welt“, sind oftmals die Überlegungen vieler Schulabgänger. Eine gute Entscheidungshilfe könnte die zum 25. Mal in Präsenz stattfindende Berufsbildungsmesse Azubiz im Regionalen Berufsbildungszentrum des Kreises Steinburg (RBZ) sein.
Dort präsentieren sich am Freitag, 26. September, weit mehr als 150 Betriebe aus der Region, deutschlandweit agierende Unternehmen sowie Hochschulen, Universitäten und Akademien mit mehr als 200 verschiedenen Ausbildungsangeboten. Zudem zeigen sie auf, wo duale Studiengänge und triale möglich sind. Als Mit-Organisatorin der großen Ausbildungsmesse, die in Kooperation mit unserer Zeitung, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter rund um das RBZ stattfindet, weist Marie Kluthe darauf hin, dass die Messe längst ein wichtiger Baustein für die Berufsorientierung sei.
„Sowohl für Schüler von Gemeinschaftsschulen als auch für Schüler von Gymnasien“, ergänzt ihre Kollegin und Mitstreiterin Christel Butenschön. Schließlich könne auf dieser Messe ein Jeder genau das finden, wonach er anderswo schon lange gesucht habe. Und natürlich hoffen die Ausrichter auch in diesem Jahr wieder, die Rekordzahlen mit mehr als 2000 jungen Besuchern toppen zu können. Denn: „Wir wissen, dass Nachwuchskräfte insbesondere auf dieser Messe mit dem vielfältigen Angebot an Ausbildungsplätzen gute Chancen haben, in die Ausbildung zu kommen“, sagt Butenschön. Das spiegele sich alljährlich auch in den Anmeldezahlen wider: „Inzwischen bekunden auch mittelständische und kleinere Unternehmen wie Bäckereien oder Einzelhändler ihr Interesse an der Messe.“
Dass die Messe besonders niedrigschwellige Angebote bietet, beibt nicht unerwähnt. Gespräche auf Augenhöhe zwischen jungen Auszubildenden und Besuchern sowie vielfältige Mitmachaktionen kämen immer gut an. Wie sicherlich auch das Zusatzangebot, das erstmals anlässlich des Messejubiläums angeboten werde: Zum ersten Mal seit Durchführung der Ausbildungsmesse können Schülerinnen und Schüler beim neuen Speeddating-Format direkt und abseits des Messetrubels mit Unternehmen ins Gespräch kommen.
„In den vergangenen Jahren haben wir gemerkt, dass viele Jugendliche sich zwar für die Stände interessieren, oft aber auch Hemmungen haben, alleine auf die Personalverantwortlichen zuzugehen“, erklären Kluthe und Butenschön. Mit dem Speeddating solle ein zusätzlicher klarer Rahmen und eine entspannte Atmosphäre, in der sich beide Seiten auf Augenhöhe begegnen können, geschaffen werden.