Die Ehrenamtlichen des Vereins pflegen seit eine 20 Jahren über 100 Jahre alte Obstwiese mit mehr als 400 Bäumen. Das Gelände ist Eigentum der Stadt Neumünster und Teil der städtischen Biotopverbund-Achse. Hier findet man hoch- und halbstämmige Obstbäume, durchgewachsene Veredelungsunterlagen, Sämlinge, alte Weiẞdornbüsche. Zahlreiche Vögel, Insekten und Amphibien haben hier einen ungestörten Lebensraum gefunden.
Anfang des 20. Jahrhunderts war die Wiese Teil eines landwirtschaftlichen Betriebes, der die Industriestadt Neumünster mit frischem Obst und Gemüse versorgte. Auf der rund drei Hektar Fläche betrieb großen man Mischanbau. Obstbäume wurden in Reihen kultiviert, dazwischen Gemüse angebaut. Eine Besonderheit sind die Sortenschilder der Bäume. Größtenteils handelt es sich um Apfelbäume, aber auch Birnen, Pflaumen, Kirschen, Nüsse und Quitten sind im Bestand. Viele Obstbäume sind alte, veredelte Sorten. Bisher wurden rund 60 verschiedene Obstsorten im Baumbestand bestimmt. Die Fläche stellt nach Auskunft des Pomologen Jan Bade eine ökologische Besonderheit dar, die weiter gepflegt werden sollte. Auf der Alten Obstwiese in der Kieler Straße 515 gibt es das ganze Jahr lang viel zu tun. Besucher, die mithelfen möchten, lernen wollen oder den Erfahrungsaustausch suchen, sind zu den Terminen immer willkommen.
Termine
An jedem ersten Sonnabend im Monat ab 10 Uhr beginnt der Arbeitseinsatz, er dauert üblicherweise bis zum frühen Nachmittag. Am 19. Oktober werden die Früchte geerntet. Am 20. Oktober findet das Erntefest ab 10 Uhr statt. Führungen werden um 11 Uhr und um 13 Uhr angeboten. Eine mobile Apfelpresse ist vor Ort. Bei einer rechtzeitigen telefonischen Anmeldung können Äpfel aus dem eigenen Garten zum Mosten mitgebracht werden. Ein Fachmann führt Sortenbestimmungen durch. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der neue Apfelsaft kann verkostet und auch erworben werden. noa