Pünktlich, sportlich und engagiert: Die 83-jährige Karin Wigger ist seit 2017 als ehrenamtliche Fahrerin für das Bürgermobil im Einsatz. Die Initiative hat ein klares Ziel: Sie ermöglicht Mobilität für Menschen, die sich alleine nicht mehr fortbewegen können. Doch das Projekt leistet weitaus mehr als reine Beförderung.
Während der Fahrten – etwa zum Arzt oder Hörakustiker – werden nicht nur Kilometer, sondern auch Lebensgeschichten geteilt. Projektleiter Klaus Tischler spricht treffend von „Sozialarbeit auf Rädern“, da die Fahrer für viele Fahrgäste wichtige Zuhörer im Kampf gegen die Einsamkeit sind. „Im Alter möchte ich Sinnvolleres tun, als bloß Unkraut zu zupfen“, beschreibt Karin Wigger ihre Motivation. Die Fahrten bescheren ihr eine wertvolle Aufgabe und viele soziale Kontakte.
Aktuell halten 26 Ehrenamtliche den Betrieb am Laufen, sei es hinter dem Steuer oder bei der Terminvergabe am Telefon. Da die Nachfrage jedoch kontinuierlich steigt, sucht das Bürgermobil dringend weitere Männer und Frauen, die das Team unterstützen. Fahrer erhalten für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung von fünf Euro für innerörtliche Fahrten, Überlandtouren werden pro Kilometer abgerechnet.
Wer diesen besonderen Service unterstützen möchte, kann sich direkt an die Hotline des Bürgermobils wenden: Unter 0151 74438084 ist das Team montags bis freitags von 9.00 bis 12.00 Uhr erreichbar.