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Auf den Spuren von acht Jahrhunderten Bergbau

Panoramablick: Im sächsischen Erzgebirge gerät der Alltag rasch in Vergessenheit. Foto: djd/FV Schlematal/D. Rückschloß/BUR Werbeagentur

Das sächsische Erzgebirge ist Teil des UNESCO-Welterbes Montanregion

Das sächsische Erzgebirge gilt als eine der schönsten Mittelgebirgslandschaften in Deutschland. Wer es übers Herz bringt, die unberührte Natur eine Zeit lang hinter sich zu lassen, hat zudem die Möglichkeit, sich auf Entdeckungstouren unter Tage zu begeben. Dort können in etlichen Stollen und Schächten die Relikte aus über 800 Jahren Bergbaugeschichte besichtigt werden. Jener verdankt die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří als zusammenhängende Bergbaulandschaft den Titel UNESCO-Welterbe.

Die grenzüberschreitende Region besteht aus 22 Teilgebieten, 17 davon liegen in Deutschland und fünf in Tschechien. Intensiver Bergbau prägte vom zwölften bis ins 20. Jahrhundert nicht nur den Alltag der hier lebenden Menschen. Die technischen Anlagen der heutigen Welterbestätte, etwa zur Entwässerung, - Stromversorgung und Erzaufbereitung - beeinflussten maßgeblich die Entwicklung anderer Bergbauregionen auf der ganzen Welt. Im Erzgebirge befanden sich von 1460 bis 1560 Europas wichtigste Silberminen. Auch Zinn, Eisen, Kobalt, Kalk, Ton und Steinkohle förderte man. Ab dem 19. Jahrhundert wurde die Region schließlich zu einem weltweit bedeutenden Standort für den Abbau von Uran. Das Metall spielt hier nach wie vor eine wichtige Rolle, genauer gesagt, das Edelgas Radon, das beim Zerfall von Uran entsteht.

Unternehmen aus der Region

Radon-Bäder gegen Rheuma und Arthrose

Der Kurort Bad Schlema im sächsischen Erzgebirge nutzt sprudelnde Radonquellen für eine natürliche Gesundheitsförderung. Ein Bad im radonhaltigen Wasser verspricht Linderung bei chronischen Schmerzen, gehemmte Entzündungsprozesse und eine Stärkung des Immunsystems. So berichten Menschen, die unter rheumatischen Erkrankungen, einer Arthrose oder Neurodermitis leiden, über Behandlungserfolge. Bedenklich sind Anwendungen mit dem Edelgas nicht, nach wenigen Stunden ist kein Radon mehr im Körper nachweisbar. djd


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