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Holstein Kiel: Das erste Wappen war grün und schwarz

Historiker Patrick Nawe entdeckt 2025 im Archiv des FC Kilia Kiel das grün-schwarze Ursprungswappen des 1. Kieler FV von 1908 – bedeutender Fund zur 125-jährigen Vereinsgeschichte

Das erste Kieler Wappen. Foto: 125 Jahre Holstein: Die Chronik
Das erste Kieler Wappen. Foto: 125 Jahre Holstein: Die Chronik

Ein schwarzes Boot, eingelassen im holsteinischen Nesselblatt auf rotem Grund, umrahmt von einem blauen Kreis mit dem Schriftzug „Kieler S.V. Holstein von 1900“ dieses Vereinswappen – schmückt in seiner Grundform bereits seit 1919 die Trikots von Holstein Kiel. Doch das war in der 125-jährigen Geschichte nicht immer so.

Bislang galt das vom Holstein-Vorläufer 1. Kieler Fußball-Verein verwendete Wappen mit dem Nesselblatt und den Burgmauern, das auf einem Mannschaftsfoto aus dem Jahr 1910 auf den Trikots zu sehen ist, als ältestes bekanntes Wappen. Aufzeichnungen aus der Vereinschronik aus dem gleichen Jahr lieferten allerdings den Hinweis auf eine Vorgänger Version. Berichtet wurde dort über eine schildartige Form, grün-schwarze Farbe sowie die eingelassenen Großbuchstaben K, F und V im Wappen.

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Ein bildlicher Nachweis allerdings war nicht auffindbar. Grund genug für den Kieler Club-Historiker und Chronik-Herausgeber Patrick Nawe, gemeinsam mit seinem Team auf Spurensuche zu gehen. Nach einer intensiven Recherche wurden sie im März 2025 schließlich fündig. Im Archivkeller des Lokalrivalen FC Kilia Kiel stießen Nawe und Co. auf einen Aktenordner mit über 100 Jahre alten Fotos und Notizen, darunter auch eine Aufnahme von zwei Juniorenmannschaften aus dem Jahr 1908, beschriftet mit: „Kilia-Junioren gegen unbekannten Gegner“. Die Trikotfarben des weißen Hemdes, Gegners schwarze Hose, dunkle Stutzen – deuteten auf den 1. Kieler FV. Noch spannender: Auf den weißen Hemden war ein schildartiges Wappen mit zwei dunklen Farbtönen und undeutlich lesbaren Buchstaben zu erkennen.

Die Wappen-Experten Hardy Grüne und Artur Piwko erweckten die Aufnahme in einem aufwändigen Rekonstruktionsprozess wieder zum Leben.

Kevin Dittmann und Patrick Nawe


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