Ralf Weers und sein Sohn Leif Henning Weers sind durch und durch Tischler. „Ich arbeite gern mit dem lebendigen Rohstoff Holz“, sagt der Junior. Seinem Vater gefällt, „dass man noch Jahre später Dinge sieht, die man geschaffen hat, oder Türen oder Fenster sieht, die man selbst eingebaut hat.“ Und genau darauf ist die zehnköpfige Tischlerei mit ihren langjährigen Mitarbeitern spezialisiert.
65 Auszubildende wurden auf den Beruf vorbereitet
Viel Wert wurde und wird auf die Ausbildung gelegt. Circa 65 Gesellen hat die Tischlerei Weers in 50 Jahren hervorgebracht. Auch das heutige Team wurde überwiegend selbst ausgebildet. Ralf und Leif Henning Weers sind stolz auf die zuverlässigen und kundenorientierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Einzelmöbel oder Einbauschränke, Treppen, Überdachungen oder Wintergärten werden individuell und passgenau angefertigt. Sämtliche Fenster und Türen aus Holz werden selbst hergestellt. Die Tischlerei Weers übernimmt den Innenausbau, den Einbau von Fenstern und Türen (auch aus Kunststoff oder Aluminium), Sonnen- oder Insektenschutz und Reparaturen an allem, was aus Holz ist. Gebäude werden renoviert und energetisch saniert.
Als Mitglied der Qualitätssicherung Nord ist der Betrieb bei der Polizei gelistet, um Fenster und Türen zur Einbruchshemmung nachzurüsten.



Kabinenausbau und Bänke für eine Schutzhütte
In all den Jahren der Holzverarbeitung gab es ganz besondere Momente, die immer in Erinnerung bleiben werden. 2007 flog Ralf Weers mit zwei Mitarbeitern nach New York, um auf der Rückfahrt in einem Kreuzfahrtschiff eine Woche lang die Kabinen auszubauen - bis die „Balmoral“ im Dock Elbe 17 von Blohm + Voss in Hamburg anlegte, um dort um 30 Meter auf 217 Meter verlängert zu werden.
Originalgetreue Fenster für das „Alte Rektorhaus“ in Bönningstedt tischlerte das Team in 2016, Tische und Bänke für eine Schutzhütte im Liether Moor in 2022. Dieses Holz kam von einem Knick in der Umgebung, sodass es keine 20 Kilometer hinter sich hatte.
Leif Henning Weers liebt es, wenn aus Altem Neues geschaffen wird - wie die Innentüren aus altem Eichenholz, die aus jahrzehntealten Balken alter Bauernhäuser stammten und aufgrund der früheren Tierhaltung und der damit verbundenen chemischen Reaktion eine ganz besondere, warme Farbe hatten. Auch die Anschaffung und Erneuerung der CNC-Maschine 2010 und 2017 gehört zu den Höhepunkten der Werkstatt. „Das ist eine Investition in der Größenordnung eines kleinen Einfamilienhauses“, berichtet Ralf Weers. Sie erlaubt dem Team besonders präzises Arbeiten.
Michaela Eschke