Bachelor in Paradise 2018 : Traniges Finale: Drei letzte Rosen sind zu viel

<p>Carina nimmt Sebastians letzte Rose an - allzu schnell wiedersehen will sie ihn nicht.</p>
Foto:

Carina nimmt Sebastians letzte Rose an - allzu schnell wiedersehen will sie ihn nicht.

Ausgerechnet im Finale schwächelt „Bachelor in Paradise 2018“ - drei letzte Rosen sind zu viel.

shz.de von
14. Juni 2018, 00:35 Uhr

Drei Paare geben sich im Finale von „Bachelor in Paradise“ die letzte Rose: Domenico und Evelyn, Philipp und Pam, und auch Carina nimmt die Rose von Sebastian an – obwohl sie erklärtermaßen keinen großen Wert auf seine Bekanntschaft legt.

Abfuhr nach der letzten Rose

„Ich hätte mir gewünscht, dass ich mich verliebe“, sagt Paul Janke, als er das Finale von „Bachelor in Paradise“ als Erster verlässt. „Leider habe ich das nicht geschafft.“ Traurig. Vor allem, wo es so einfach war. Wer nach fünf Episoden noch einen Gleichgesinnten im Paradies hatte, musste für die letzte Rose nur Bereitschaft zum „nächsten Step“ bekunden. Im Gegenzug gab es dann ein Dreamdate mit gutem Essen, Hotelunterbringung und noch mal jeder Menge Sendezeit. Domenico und Evelyn sind selbstverständlich dabei; Pam und Philipp desgleichen. Sogar Sebastian und Carina schaffen es, obwohl die beiden sich erkennbar gleichgültig sind. „Ich glaube schon, dass ich mich mit Sebastian noch mal treffen werde“, sagt Carina, nachdem sie seine letzte Rose angenommen hat. „Aber nicht in naher Zukunft.“ („Er schlachtet es total aus“: Paul Janke teilt gegen Leonard Freier aus)

<p>Das süße Paar von 'Bachelor in Paradise': Philipp und Pam.</p>
Foto: RTL

Das süße Paar von "Bachelor in Paradise": Philipp und Pam.

 

Finalstimmung: „Okay, lass uns abhängen!“

Carinas zur Schau gestelltes Desinteresse ist ein Höhepunkt, aber kein Ausreißer in der allgemeinen Finalstimmung. „Es nimmt eine stetige Steigerung an, mein Gefühl für Pam“, schwärmt  beispielsweise Philipp, den RTL immerhin als süße Liebhaber inszeniert hatte. „Ich würde jetzt das Wort verliebt nicht in den Mund nehmen. Aber manch einer würde es wohl tun.“ Domenico, ein Mann der alles richtig machen will, bekennt feurig seine Liebe – aber nur damit Evelyn Sätze wie diesen spricht: „Ich hoffe, es wird eine schöne Zeit und geht nicht nach hinten los.“ Sebastian klingt nach einer turbulenten Staffel unheilbar verkatert: „Okay, lass uns abhängen“ – so bittet er Carina zum Dreamdate. Für ein Finale ist all das  recht unterspannt. Sagen wir es, wie es ist: Die erste Folge von „Bachelor in Paradise“ war viel besser als im Original,  weil sich alle schon kennen und hassen. Der Schluss dagegen verläppert im tranigen Fade-out. (Bachelor-Bigamie? Sebastian Fobes Management fordert Vertragsstrafe)

<p>Bachelor in Paradise: Paul Janke hangelt sich mit Mitleidsrosen durch die Show.</p>
Foto: MG RTL D

Bachelor in Paradise: Paul Janke hangelt sich mit Mitleidsrosen durch die Show.

 

Paul vs. Sebastian: Gibt es einen Bachelor neuen Typs?

„Bachelor in Paradise“ hatte einen zentralen Konflikt, er wurde nur nicht zwischen Liebenden ausgetragen. Dafür tobte unter Sebastian Fobe und Paul Janke ein Kampf darum, was einen Bachelor heute eigentlich ausmacht. Janke betonte an der Dating-Show das Dating, Fobe die Show: Während der Ur-Bachelor bis zuletzt den Mann darstellt, der im Fernsehen ehrlich die Liebe sucht, stellt Sebastian wahllos alles dar, worüber man am nächsten Tag spricht: Er stürzt sich in Dates und Skandale, überwirft sich mit Freunden und brunzt, wenn die Kameras wegschwenken, einfach ein ordinäres Zitat raus.

Am Ende bekommt Fobe viel mehr Sendezeit als Janke – womit der fragwürdige Krawall das zweifelhafte Gefühl beim „Bachelor“ abgelöst hat. Verständlicherweise ärgert sich Janke darüber; mehrfach beschimpft er Sebastian deshalb als unaufrichtig. Hier allerdings liegt er falsch: „Ich habe schon meinen Text im Kopf“, erklärt Sebastian vor der letzten Rose. Zum Kuscheln mit Carina sagt er: „Es ist ein geiles Bild.“ Nie hat ein Kandidat argloser ausgesprochen, warum er wirklich beim „Bachelor“ mitmacht. Als Sebastian, von allen Kandidaten angefeindet, in Folge fünf endlich im Zentrum angekommen ist, sagt er den Satz, der das ganze Promi-Wesen erkärt: „Ich setz mich nachher vor den Fernseher und hol mir darauf einen runter.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen