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Elektrosmog : Karte zeigt Strahlenbelastung in Schleswig-Holstein

vom

Eine Untersuchung misst den Elektrosmog in Feldstärken. Teil der Erhebung waren acht Städte in SH.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2017 | 12:01 Uhr

Flensburg | Die einen sind auf der Suche nach einem starken Handysignal. Die anderen fürchten die gesundheitlichen Risiken, die von den Mobilfunksendeanlagen ausgehen könnten. Jetzt können die Bürger selbst gucken, wie verstrahlt einzelne Orte in Schleswig-Holstein und Deutschland sind, wo der Elektrosmog besonders hoch und wo er nur gering ist. Möglich gemacht hat es Professor Matthias Hampe von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel.

Mobilfunk, Wlan, Rundfunk und Fernsehen erzeugen elektromagnetische Felder im Hochfrequenzbereich. Die Wirkung dieser Strahlung auf den menschlichen Körper ist umstritten.

Mit seinem Team hat er deutschlandweit in Städten die Feldstärken gemessen. In Schleswig-Holstein waren sie in Flensburg, Kiel, Husum, Neumünster, Elmshorn, Itzehoe, Heide und Lübeck unterwegs. Das Neue: Hampe untersucht die Strahlung in den Städten flächendeckend, nicht wie die Bundesnetzagentur nur an bestimmten Punkten. „Die mittleren Feldstärken steigen unserer Beobachtung nach, wenn mehr Menschen auf engem Raum leben – daher sind im Ranking auch eher Städte mit hoher Bevölkerungsdichte auf den vorderen Plätzen“, sagte Hampe. Hamburg liegt im Strahlungs-Ranking auf Platz vier. Düsseldorf, München, Frankfurt, Hamburg und Mannheim liegen auf den ersten Plätzen. Hampe betont, dass in allen bisher untersuchten Städten die festgelegten Grenzwerte nicht überschritten werden.

Ständige Strahlung

Mobilfunkmasten, Handys, Fernsehen, Babyfones, Wlan-Netze: Es strahlt – ständig und überall, vor allem in den Städten. Sehen kann man diesen Elektrosmog nicht, aber messen: Das hat Professor Matthias Hampe von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel getan. „Wir haben die Feldstärken für den Hochfrequenzbereich gemessen“, sagt Hampe.

„In der Nähe von roten Flächen befindet sich fast immer ein Mobilfunkmast“, betont Hampe. Grenzwerte seien in keinen deutschen Städten, die der Professor mit seinem Team erfasst hat, überschritten worden. Hampe betont, dass das Ergebnis für alle untersuchten Städte nur eine Momentaufnahme darstelle, allerdings eine sehr genaue. Wiederholte Messungen deuteten darauf hin, dass es sich um relativ konstante Werte handele.

Auf dieser Karte von www.feldkarte.de sehen Sie, wo hoch die Strahlung in Ihrem Ort ist. Mit einem Klick auf die einzelnen Symbole erfahren Sie weitere Details:

 

Bedroht der Elektrosmog unsere Gesundheit? Hampe verweist auf die Grenzwerte, die von der Bundesnetzagentur für verschiedene Frequenzen festgelegt werden. Und in Bezug auf die Wirkung der Strahlung auf den Menschen auf das Bundesamt für Strahlenschutz sowie die Strahlenschutzkommission. Nur soviel: „Menschen reagieren unterschiedlich auf elektromagnetische Strahlung“, sagt der Ingenieur.

In seinem Hochfrequenz-Datenschatz sieht er dennoch einen konkreten Nutzen für die Bürger. „Wer sich um seine Gesundheit sorgt, kann sehen, wie hoch die Belastung in seiner Straße ist. Wer eher an einem guten Handyempfang interessiert ist, kann ebenfalls auf die erhobenen Daten zugreifen“, betont der Professor.

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