Kirchenmusik-Verein St. Peter-Ording : St. Peter-Ording: 25 Jahre Kirchenmusik-Verein

Christoph Jensen und Ulla Reuter-Manß leiten die Geschicke des Vereins.
Christoph Jensen und Ulla Reuter-Manß leiten die Geschicke des Vereins.

Das 25-jährige Jubiläum soll am 16. September mit der „Petite Messe solonelle“ von Giachino Rossini um 19.30 Uhr in der St.-Peter-Kirche festlich begangen werden.

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16. Mai 2018, 08:40 Uhr

S. Peter-Ording | Das Musikleben in St. Peter-Ording wäre sicherlich nicht so reichhaltig und vielfältig, hätten die Initiatoren 1993 nicht den Orgelbauverein St. Peter-Ording gegründet, der heute Verein zur Förderung und Pflege der Kirchenmusik heißt. Das 25-jährige Jubiläum soll am 16. September mit der „Petite Messe solonelle“ von Giachino Rossini um 19.30 Uhr in der St.-Peter-Kirche festlich begangen werden. Das Jahresprogramm „Musik in der Kirche“ in St. Peter-Ording und Tating mit mehr als 50 Konzerten liegt unter anderem in den Kirchen aus. Unter www.preester-gang.de kann es im Netz aufgerufen werden

Eröffnet hatte die Jahresversammlung die Vorsitzende Ulla Reuter-Manß. Sie erinnerte an ein erfolgreiches Musikjahr – mit den Schwerpunkten 250. Todestag von Georg Philipp Telemann und 500 Jahre Reformation – an 32 zum Teil ganz besondere Konzertaufführungen mit rund 5700 Besuchern und 22 Orgelkonzerten zur Marktzeit. Diese haben Tradition, sind ausschließlich Kirchenmusikdirektor Christoph Jensen zu verdanken, werden sehr gut angenommen und brachten – für einen Verein ganz wesentlich – rund 4000 Euro an Spenden. Auch zu vielen Konzerten ist der Eintritt frei. Hier hilft eine Kollekte bei der Finanzierung. Ihr Dank galt allen Spendern und Sponsoren, unter ihnen seit Jahren verlässlich Gemeinde und Tourismus-Zentrale sowie die DRK-Nordsee-Reha-Klinik „Goldene Schlüssel“, und nicht zuletzt den 131 Mitgliedern. Herzlich bedankte sie sich bei allen Mitwirkenden im Kinderchor, im Bläserkreis und in der Kantorei. „Wir brauchen dringend Nachwuchs. Werben Sie für uns, wir brauchen mehr Mitsänger“, war ihr Appell.

Schatzmeister Ove Ohls erstattete den Kassenbericht. Mit etwas über 1000 Euro schließt das Jahr erfolgreich, doch bei Ausgaben für Konzerte in Höhe von 41547,40 Euro gegenüber Einnahmen in Höhe von 19759,53 Euro wird deutlich, dass nur jeder Spenden-Euro mehr das Musikangebot am Ort für Gäste und Einheimische zu sichern vermag. Ohne die Spenden in Höhe von insgesamt 14000 Euro und die Zuschüsse von 7000 Euro wäre das nicht machbar.

Ulla Reuter-Manß ließ es sich zum Schluss der Versammlung nicht nehmen, Hans-Friedrich Jensen, Pastor i. R. aus Oldenswort, und Schatzmeister Ove Ohls zu Ehrenmitgliedern zu ernennen und ihnen so für ihr Engagement zu danken.

Pastor Jensen war nebenamtlicher Organist und Begleiter mehrerer Orgelbauten wie der Paschen-Orgel in Tönning und der Orgel in Oldenswort. Er war bis 2002 der Vorsitzende des Vereins, dessen Gründung er mit seinem Sohn Christoph Jensen initiiert hat. Der Förderverein verdanke seinem Engagement „alles, was er heute repräsentiert“, so die Vorsitzende. Hans Peter Honecker hat dann von 2002 bis zu seinem Tode im Oktober 2016 das Amt übernommen und die Strukturen vor Ort geschaffen. Ove Ohls ist seit Anbeginn Schatzmeister. Zudem ist er treuer Sachwalter des Heuschkel-Vermächtnisses für den Erhalt der Orgel und hat durch seine Kontakte nicht unerhebliche Spenden eingeworben. Reichlich Beifall gab es für beide.

In der St.-Peter-Kirche berichtete Christoph Jensen anschließend unterhaltsam anhand von Bildern über 25 Jahre Vereinsgeschichte. Die Anwesenden konnten noch einmal das Errichten des Glockenturmes und das Einbauen der Lobback-Orgel nachvollziehen. Und mit der Sonate c-moll von Felix-Mendelssohn-Bartholdy endete der Abend. Eine Versammlung ohne Musik – das gibt es bei Christoph Jensen nicht.

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