Nordfriesland : Imagekampagne „Moin Lieblingsland“ aus Nordfriesland zieht Kreise

Setzen auf „Moin Lieblingsland“: Nordfrieslands Wirtschaftsförderer Matthias Hüppauff und Tilmann Meyer (r.).
Setzen auf „Moin Lieblingsland“: Nordfrieslands Wirtschaftsförderer Matthias Hüppauff und Tilmann Meyer (r.).

Der Kreis Nordfriesland hat mit dem Start seiner Imagekampagne „Moin Lieblingsland“ hunderttausende Menschen im Norden, aber auch im übrigen Bundesgebiet angesprochen.

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11. Mai 2018, 10:00 Uhr

Gleich der erste Aufschlag hat gesessen. Der Kreis Nordfriesland hat mit dem Start seiner Imagekampagne „Moin Lieblingsland“ hunderttausende Menschen im Norden, aber auch im übrigen Bundesgebiet angesprochen. Selbst aus dem deutschsprachigen Ausland gingen positive Reaktionen ein. Und damit erreicht die neue Kampagne gleich zum Auftakt gesteckte Ziele: Pfiffig und liebenswert soll möglichst vielen Menschen vermittelt werden, dass Nordfriesland eine lebenswerte Region ist, in der sich berufliche und private Träume verwirklichen lassen.

Spektakulär gestartet war die Kampagne zum 1. April mit der Botschaft samt sh:z-Videobeitrag und neu eingerichteter Website (www.moin-lieblingsland.de), dass der Kreis Nordfriesland in „Moin Lieblingsland“ umbenannt wird und sämtliche Ortsschilder und Kfz-Kennzeichen ausgetauscht werden. Die Nachricht und der Film verbreiteten sich rasant über die sozialen Medien und wurden in einer Umfrage der „Berliner Morgenpost“ sogar zum lustigsten Aprilscherz des Jahres gekürt, berichteten die Macher von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) und der Kreisverwaltung in einem Pressegespräch. „Aufmerksamkeit haben wir jetzt durch den sehr erfolgreichen Aprilscherz. Das hat fast besser funktioniert, als wir uns vorstellen konnten“, sagt WFG-Regionalentwickler und Koordinator der Imagekampagne, Tilmann Meyer. Die von der Kieler Agentur Marktrausch konzipierte Kampagne inklusive Werbespruch, Deich-Logo in den Farben Goldgelb, Blau und Rot der nordfriesischen Flagge und entsprechende Werbemittel komme sehr gut an. Die Nachfrage nach Aufklebern sei sogar höher als das Angebot.

Die von Kino-Spots begleitete Imageaktion soll im ersten Jahr vor allem die Identifikation und den Zusammenhalt innerhalb Nordfrieslands stärken, ehe es in den folgenden zwei Jahren darum geht, die Region in Deutschland und dann auch im Ausland noch bekannter zu machen. Die nächste größere PR-Aktion findet zunächst jedoch im Rahmen des größten Volksfestes an der Westküste, den Husumer Hafentagen vom 8. bis 12. August statt.

Zentraler Bestandteil der Kampagne sind authentische Nordfriesen – wie Buchautorin und Halligbewohnerin Katja Just, Reeder Sven Paulsen und Strandgut-Künstler Bo Janssen –, die ihre ganz persönliche NF-Erfolgsstory erzählen. „Die nächsten drei haben wir schon in der Pipeline“, sagt Meyer. Aber neben weiteren Partner-Unternehmen werden für „Moin Lieblingsland“ ständig weitere echte Nordfriesen, die authentische Geschichten zu erzählen haben. „Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, hier in der ländlichen Region neue, qualifizierte Mitarbeiter anzuwerben. Wir wollen zeigen, dass Nordfriesland auch gute Perspektiven für junge Menschen bietet“, sagt WFG-Geschäftsführer Dr. Matthias Hüppauff.

Der Kreistag hat für „Moin Lieblingsland“ 100.000 Euro im laufenden Haushalt eingestellt – ein vergleichsweise geringes Budget, aber gut angelegtes Geld, betont Landrat Dieter Harrsen mit Blick auf die von vielen Akteuren getragene Image-Offensive und deren positive Effekte. Seit der Gründung des Kreises 1970 habe es noch nie eine solche Kampagne gegeben – „das wurde mal Zeit“, sagt Harrsen. „Nordfriesland hat sein besonderes Potenzial lange brach liegen lassen.“

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