Nach der Kommunalwahl : Husums CDU will auch den Vize-Bürgermeister stellen

CDU-Pläne: Martin Kindl (l.) ist als künftiger Bürgervorsteher wohl gesetzt, aber ob Sven-Thomas Schmidt-Knäbel (3. v. r.) Vize-Bürgermeister werden kann, ist noch unsicher.
CDU-Pläne: Martin Kindl (l.) ist als künftiger Bürgervorsteher wohl gesetzt, aber ob Sven-Thomas Schmidt-Knäbel (3. v. r.) Vize-Bürgermeister werden kann, ist noch unsicher.

Nach der Kommunalwahl: Die Husumer CDU sieht es als Wählerauftrag an, sowohl das Amt des Bürgervorstehers als auch das des stellvertretenden Bürgermeisters zu besetzen.

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08. Mai 2018, 08:50 Uhr

Nach der Wahl ist vor der Verlosung – und vor der Frage, wer Husums Bürgervorsteher und wer stellvertretender Bürgermeister wird. Mit Peter Empen und Horst Bauer sind beide Posten bisher fest in SPD-Hand – doch weil die Genossen seit Sonntag nicht mehr stärkste Fraktion sind, sieht sich die CDU am Zug.

Dass er Husums Bürgervorsteher werden will, so es das Wahlergebnis zulässt, hatte Martin Kindl schon vor der Wahl erklärt. Für seine Partei geht aber noch mehr, findet er: „Wir haben als stärkste Fraktion auch den Zugriff auf den stellvertretenden Bürgermeister“, erklärt der Berufsoffizier. Und den wolle sich die CDU eigentlich auch nicht nehmen lassen: „Wir haben personell einige Optionen.“

Natürlich müssten zunächst Gespräche geführt – intern und mit den anderen Parteien – und der Gemeindewahlausschuss am Mittwoch abgewartet werden. Dann nämlich könnte sich eine der „personellen Optionen“ zerschlagen: Sven-Thomas Schmidt-Knäbel, den sich Kindl gut als Vize von Uwe Schmitz vorstellen kann, erfährt erst im Gemeindewahlausschuss, ob er überhaupt in der Stadtvertretung sitzt. Hintergrund: Inge Zimmermann (SPD) und Adrian Gerlings hatten im Wahlbezirk Straßenmeisterei beide 177 Stimmen erhalten – wer das Direktmandat erhält, entscheidet am Mittwoch um 14 Uhr im Gemeindewahlausschuss das Los. Die Sitzverteilung bleibt – egal, wem das Glück hold ist – gleich. Wer für die SPD in der Stadtvertretung sitzt, ändert sich kurioserweise auch nicht – egal, ob Inge Zimmermann gezogen wird oder nicht: Sie kommt entweder über das Direktmandat oder über die Liste in die Stadtvertretung. Doch sollte Adrian Gerlings per Los im Gremium landen, fliegt Schmidt-Knäbel, der ansonsten über die Liste rein kommen würde, wieder raus und kann somit auch nicht stellvertretender Bürgermeister werden.

Zwei weitere Dinge gilt es zur Wahl nachzutragen: Mit einer Wahlbeteiligung von 43,2 Prozent hat Husum das Negativ-Ergebnis von 2013 (48 Prozent) noch einmal unterboten. Und in der neuen Stadtvertretung liegt der Frauenanteil bei 22,2 Prozent – bisher waren es 16,7.

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