Kinderbetreuung in Langenhorn : Drei Millionen Investitionen für die Kinderbetreuung in Langenhorn

Bald gibt es mehr Kapazitäten in der Gemeinde für die Kinderbetreuung.
Bald gibt es mehr Kapazitäten in der Gemeinde für die Kinderbetreuung.

In jüngster Gemeinderatssitzung fassten die Vertreter den einstimmigen Beschluss, eine neue Kindertagesstätte mit vier Regel- sowie zwei Krippengruppen zu bauen.

shz.de von
11. Mai 2018, 08:15 Uhr

Junge Familien mit Kindern können in Langenhorn nun zumindest bald aufatmen: In jüngster Gemeinderatssitzung fassten die Vertreter den einstimmigen Beschluss, eine neue Kindertagesstätte mit vier Regel- sowie zwei Krippengruppen zu bauen. Die neue Kita wird als Ersatz für das marode und abgängige Gebäude der Kindertagesstätte „Nordsterne“ entstehen.

Die Standortfrage ist noch nicht abschließend geklärt, doch es gibt eine eindeutige Tendenz. Die Mehrheit favorisiert als Standort das Gelände der Friedrich-Paulsen-Schule, nämlich dort, wo früher das Lehrschwimmbecken installiert war. Die SPD-Fraktion, das machte Olde Oldsen noch einmal deutlich, würde zwar den Neubau lieber westlich des Areals der Schule realisieren, doch leben könnten sie auch mit dem mehrheitlichen Wunsch. Das gelte es nun inklusive baulicher Detailfragen, so Bürgermeister Horst Petersen, in der Feinplanung festzulegen. Gerechnet wird mit einem Investitionsvolumen von 3,3 Millionen Euro.

Beide Kindertagesstätten stehen in der Trägerschaft des evangelischen Kita-Werkes Nordfriesland. Finanziell werden sich die Gemeinden nach einem Schlüssel an den Kosten der Maßnahme beteiligen. „Für Langenhorn würde das etwa einen Dreiviertel-Anteil ausmachen“, so der Gemeinde-Chef. Dazu würden Fördermittel beantragt.

Eine Renovierung der alten Kita wurde angesichts der Kosten für die erhebliche Renovierung von mindestens 750.000 Euro verworfen. „Die Substanz ist einfach marode“, so Petersen.

Die neue Kita wird mit einer Nutzfläche von 1200 Quadratmetern Platz für die drei vorhandenen Gruppen, die neue Regelgruppe und zwei Krippengruppen bieten.

Weitere Beschlüsse waren unter anderem der Kauf einer Straßenfläche an der Zufahrt zum ehemaligen Munitionsdepot in Bargum. Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus, ein etwa 35 Meter langes Teilstück, nämlich den Abschnitt zwischen der Landesstraße 13, die von Mönkebüll nach Lütjenholm führt, und der Zufahrt zum ehemaligen Munitionsdepot Bargum zum Preis von einen Euro von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zu kaufen.

Petersen erläuterte dazu: „Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr hat den Parkplatz mit Rasenfläche vor dem Gelände von der Bima gekauft. Nun ist festgestellt worden, dass der Straßenabschnitt grundbuchlich gar nicht der Gemeinde Langenhorn gehört, obwohl er eindeutig zu Langenhorn Gebiet gehört. Das muss nun formell ausgemerzt werden.“ Vor allem, so Petersen weiter, soll die Straße als Verbindung nach Bargum erhalten bleiben. Wie berichtet ist die Bima damit beauftragt, das ehemalige im Jahre 2017 geschlossene Depot in Abstimmung mit der Gemeinde Bargum zu veräußern. Sie hat auch die planungsrechtliche Hoheit inne. Bislang, so informierte Bargums Bürgermeister Bernd Wolf auf Anfrage, seien die Bemühungen jedoch fehlgeschlagen.

Weiterhin einstimmig beschlossen wurde die Auftragsvergabe für ein Schallgutachten– laut Kostenvoranschlag in Höhe von 2400 Euro – für das Baugebiet Nr. 21 (zwischen Gärtnerweg und Baron-von-Gelting-Weg nördlich Holmweg). Es ist der neuen „Technischen Anleitung Lärm“ geschuldet (wir berichteten).

Die vom Kreis Nordfriesland erteilte Verfügung, die Geest- und Marschlandschaft Soholmer Au zum Landschaftsschutzgebiet zu erklären, ist mittlerweile rechtskräftig geworden. „Unsere Stellungnahme zu den Abwägungskriterien hat wenig Beachtung gefunden“, so der Bürgermeister. Die Verwaltung soll beauftragt werden, erneut an den Kreis zu schreiben. Parallel soll eine rechtliche Prüfung starten.

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