Bachelor in Paradise 2018 : Bachelor Paul blamiert Caro, Carina und Yeliz

<p>Mit Paul Janke ist der Original-Bachelor einer der ganz normalen Kandidaten von 'Bachelor in Paradise'. Foto: RTL</p>

Mit Paul Janke ist der Original-Bachelor einer der ganz normalen Kandidaten von "Bachelor in Paradise". Foto: RTL

Bachelor in Paradise 2018: Paul Janke wächst zu neuer Größe, Pam und Philipp grübeln, Caro, Yeliz und Saskia sind raus. Das war die dritte Ausgabe der Kuppelshow.

shz.de von
24. Mai 2018, 07:18 Uhr

Ist das noch der Bachelor? Paul zeigt Größe

Vor sieben Jahren machte Paul Janke aus sich das Original, dem heute alle Kandidaten von „Bachelor in Paradise“ nacheifern. Nun sitzt er zwischen all den Imitaten, macht ein freundliches Gesicht – und spielt nicht mehr mit. Während alles knutscht, flucht und sich ohrfeigt, gibt er schlicht zu Protokoll: Ihn interessiert hier überhaupt keine. Als er in der dritten Folge die letzte Rose vergibt, müssen noch drei Frauen zittern. Yeliz sagt er, dass sie hübsch ist, aber mehr auch nicht. Caro nennt er einen Kumpel, und auch als er Carina die Rose dann halt gibt, betont er: Er tut es nicht aus Liebe, sondern nur, weil sie ihm letzte Woche ihre gegeben hatte. Der Mann, der aus falschen Gefühlen eine Karriere gemacht hat, provoziert die Fans jetzt mit offen zur Schau getragener Leidenschaftslosigkeit. Das hat Größe. (Mit 50 ist Schluss: Ur-Bachelor Paul Janke im Exklusiv-Interview)

Yeliz ist raus? War sie dabei?

Mit der Ohrfeige für den letzten Bachelor hat Yeliz Formatgeschichte geschrieben; „Bachelor in Paradise“ entzaubert sie nun als One-Hit-Wonder: Dass sie erst sich als unnahbare Schöne verkauft, führt zum vollständigen Verlust von Sendezeit. Offenbar hatte Yeliz bislang einen Rosen-Deal mit Johannes, der diesmal schmählich übergeht. Was immer zwischen den beiden gelaufen ist, für den Endschnitt war es offenbar zu öde. In ihrer Verzweiflung vertraut Yeliz sich in der dritten Folge sogar dem arglosen Italiener Domenico an. Tatsächlich gelingt es ihm, Yeliz ein Gespräch mit Paul zu vermitteln. Der aber – bisheriger Höhepunkt der „Bachelor“-Komik – merkt dann nicht mal, dass sie ihn angräbt, und gibt ihr väterliche Flirt-Tipps.

Domenico und Evelyn: die Lachnummern vom Paradies-„Bachelor“

Im antiken Theater gab es das Satyrspiel – eine Komödie, die den Ernst der Tragödie davor nach Kräften veralberte. Bei „Bachelor in Paradise“ gibt es Domenico und Evelyn, die komischen Figuren jedes Formats, in dem sie je mitmachen werden. In Folge 3 deutet er einen Kuss an und kriegt eine Ohrfeige. Alles wie bei den richtigen Kandidaten, nur halt in lustig. Evelyn erklärt hinterher: Domenicos Annäherung war ihr zu viel, weil sie Küssen intimer findet als Sex. Erstens wegen der Schleimhäute und zweitens wegen des Speichels. Hier muss man die Kandidatin korrigieren: Schleimhäute hat man nicht nur im Mund! Wer das Liebesideal der Datingshow ausfüllen will, muss mit dem ganzen Körper drauflos schleimen können. (Bachelor in Paradise: Wo liegen die Stärken der Show?)

Hass ist das Geheimnis der Liebe: Caro ist raus

Yeliz‘ Abgang fällt nicht weiter auf, um Caro ist es schade. Seit der ersten Folge verbreitet sie Hass im Paradies; erst bekriegte sie sich mit ihrem Ex-Bachelor, dann machte sie Philipp den TV-Dreh zur Hölle. Hätte der verhuschte Muskelmann nicht eine so große Auswahl, wäre er womöglich sogar der Typ dafür – für eine Beziehung nämlich, die nur durch Druck und schlechtes Gewissen erhalten wird. Vermutlich funktionieren viele Ehen ja wirklich so; dass „Bachelor in Paradise“ sich dieser hässlichen Wahrheit so gründlich widmete, zählt zu den Stärken dieser Staffel. Bei Caros letztem Auftritt zeigt RTL übrigens immer wieder die Szene, in sie das rätselhafte Wort „Gehirn-Fick“ ausspricht. Es wird nie klar, was genau sie meint. Aber es trifft natürlich genau die verdrehte Logik einer Show, die erst orgiastische Fantasien weckt und die besitzergreifende Eifersucht von Ehen dann schon in die Flirt- und Partyphase vorverlegt. 

Öffentlich erniedrigt: Abschied von Saskia

Solche Dramaturgien gibt es nur bei „Bachelor in Paradise“: Beim frühen Pool-Petting mit Christian glaubte Saskia ganz sicher, ihren Anteil für die Show erstmal geleistet zu haben. Christian aber war schlauer als sie, schaltete überraschend auf den treulosen Schurken um, ließ Saskia fallen – und hatte die Aufmerksamkeit auf seiner Seite. Saskia, der jetzt nur noch die Selbsterniedrigung blieb, bettelte bei Sebastian um eine Rose und blitzte ab. Und plötzlich war die Frau, die als verruchte Knutschbraut durchstarten wollte, schon wieder raus. Noch einmal ein Lob an die Format-Entwickler: Saskias Abgang zeigt, wie gut das Prinzip der gegenseitigen Rosenvergabe funktioniert.

Alle denken nach: „Bachelor in Paradise“ für Intellektuelle

Von außen wirkt es nicht so, aber das gemeinsame Leiden der „Bachelor“-Kandidaten ist übermäßiges Grübeln. Philipp, der immer noch zwischen Pam, Caro und Carina hin und hergerissen ist, klagt beispielsweise: „Ich mache mir halt immer Gedanken und will keinen verletzen.“ Pam erweist sich als Seelenverwandte und sagt: „Mich hier nervt, dass man nur nachdenkt. Den ganzen Tag.“ Als selbst Viola dasselbe behauptet (nachdem sie Sebastian gedankenlos auf den Penis gehauen hat!), spielt die Regie Paul Simons „Think too much“ ein. Das bringt die Tragik auf den Punkt: Wo sollen all diese Menschen noch hin, denen selbst der „Bachelor“ zu reflektiert ist? Das einzige, worüber man hier wirklich nachdenkt, ist ja die Frage: Warum greift Svenja zur Serviette, als ihr ein Vogel auf die Stirn kackt – aber nicht nach dem Kuss von Johannes?

Die dritte Nacht der Rosen: Wer ist raus?

In der dritten Nacht der Rosen vergaben die Männer von „Bachelor in Paradise“  die Rosen. So entschieden sich die Kandidaten:

Christian gibt seine Rose Ela,

Sebastian gibt seine Rose Viola,

Johannes gibt seine Rose Svenja,

Domenico gibt seine Rose Evelyn,

Philipp gibt seine Rose Pam,

Paul gibt seine Rose Carina.

In der dritten Runde raus sind damit Saskia, Caro und Yeliz.

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