Föhr : Erdkabel ersetzen Strommasten auf Föhr

Über viele Jahrzehnte prägten die Masten das Landschaftsbild.
Über viele Jahrzehnte prägten die Masten das Landschaftsbild.

Die letzten Freileitungen auf der Insel werden demnächst verschwinden. Die Strommasten zwischen den sechs Gemeinden Oevenum, Midlum, Alkersum, Oldsum, Dunsum und Utersum gehören schon bald der Vergangenheit an.

shz.de von
29. Mai 2018, 06:45 Uhr

Die Strommasten zwischen den sechs Gemeinden Oevenum, Midlum, Alkersum, Oldsum, Dunsum und Utersum gehören schon bald der Vergangenheit an. Damit geht jetzt auch die letzte Freileitung auf der Nordseeinsel außer Betrieb. Der Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) ersetzt auf der Strecke insgesamt rund 18 Kilometer Mittelspannungsfreileitungen durch Erdkabel. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich Ende September abgeschlossen sein. Für die Modernisierungsmaßnahme am Stromnetz auf Föhr investiert der Netzbetreiber rund 1,3 Millionen Euro.

„Erdkabel sind deutlich weniger anfällig gegenüber Witterungseinflüssen“, erläutert Sönke Nissen, Leiter des zuständigen Netzcenters von SH Netz in Niebüll, den Hintergrund des Bauprojektes. Im Zuge der Baumaßnahmen werden anstatt der Freileitungen insgesamt rund 14 000 Meter Erdkabel verlegt. Zudem werden sechs moderne Ortsnetz-Kompaktstationen neu errichtet. Zwei der neuen Stationen können dann von der Netzleitstelle in Rensburg aus ferngesteuert werden. „Dadurch werden Wartung, Steuerung und Störungsbehebung deutlich effizienter“, sagt Sönke Nissen.

Eine Weile bleiben die letzten Freileitungsmasten den Bewohnern der Nordseeinsel jedoch noch erhalten. „Erst nachdem wir die gesamte Leitung verkabelt haben, nehmen wir die Freileitung außer Betrieb und bauen anschließend die Masten ab“, sagt Projektleiter Matthias Feddersen von SH Netz. Der Abbau ist für 2019 geplant. Dann werden die rund 18 Kilometer Freileitung sowie insgesamt 105 Masten und vier alte Freileitungsstationen auf der Strecke abgerissen.

Im Netzgebiet des Netzcenters Niebüll sind bereits 97 Prozent aller Mittelspannungsfreileitungen verkabelt, im Niederspannungsnetz sind es inzwischen sogar 100 Prozent. Dies ermögliche eine hohe Versorgungssicherheit im Kreis Nordfriesland, erklärt der Netzbetreiber dazu. .

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen