Harrislee Per Anhalter das Klima retten : Harrislee hat jetzt Mitfahrbänke

Auf nach Harrislee: Die Akteure probieren eine der Mitfahrbänke aus – (vorn links) Hannah Köster, Julia Schirrmacher, (dahinter von links) Thomas Petersen, Günter Arlt, Martin Ellermann, Ralf Hansen-Borg.
Auf nach Harrislee: Die Akteure probieren eine der Mitfahrbänke aus – (vorn links) Hannah Köster, Julia Schirrmacher, (dahinter von links) Thomas Petersen, Günter Arlt, Martin Ellermann, Ralf Hansen-Borg.

Auf Harrisleer Gemeindegebiet gibt es jetzt ganz neu vier Mitfahrbänke, auf denen wartende Personen signalisieren, dass sie gern mitgenommen werden möchten.

shz.de von
01. Juni 2018, 09:10 Uhr

Freundliche Autofahrer aufgepasst: Auf Harrisleer Gemeindegebiet gibt es jetzt ganz neu vier Mitfahrbänke, auf denen wartende Personen signalisieren, dass sie gern mitgenommen werden möchten. Die Standorte sind: Am Slukefterbogen nahe der Zentralschule, in Kupfermühle an der Straße Zur Kupfermühle, in Wassersleben in der Nähe des Strandpavillons sowie in Niehuus am Schloßberg. Bis zu fünf ausklappbare Schilder kündigen gut sichtbar die Wunschrichtungen an. In Niehuus etwa sind das Harrislee, Wassersleben, Dänemark oder Flensburg.

Mit einem Fototermin in Niehuus möchten Harrislees Bürgermeister Martin Ellermann, Gemeinde-Ingenieur Thomas Petersen, Hannah Köster vom Verein „Boben op“ aus Hürup für Klimaschutz und Energiewende, Julia Schirrmacher vom Klimaschutzmanagement der Region Flensburg, Günter Arlt, Vorsitzender des Umweltausschusses sowie Ralf Hansen-Borg von den Verkehrsbetrieben Schleswig-Flensburg auf die neuen Möglichkeiten der Mobilität aufmerksam machen.

Zwei Bänke fördert das Bundesumweltministerium, zwei finanziert die Gemeinde Harrislee selbst. Alle vier Ortsteile sollten bedacht werden. Diese Form der geteilten Mobilität solle bis Mitte 2019 auf die Klimaschutzregion Flensburg ausgeweitet werden. In einem vom Bundesministerium im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative geförderten Projekt werden in den 34 beteiligten Gemeinden, zu denen auch Harrislee gehört, sowie in Flensburg 45 Mitfahrbänke aufgestellt. „Dadurch entsteht ein Netz aus Mitfahrpunkten und die Möglichkeit, nicht nur hin-, sondern auch wieder zurückzukommen, wenn kein Bus fährt“, erklärt Petersen.

Mit jeder Mitnahme werde eine Autofahrt vermieden und so aktiv das Klima geschützt. Mitfahrbänke seien keine Konkurrenz zum Öffentlichen Personennahverkehr. „Es ist wunderbar, eine gute Ergänzung zum vorhandenen ÖPNV. Das kann ich nur befürworten“, betont Hansen-Borg.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen