Fußball-Regionalliga Nord : Flensburg in der Relegation - wird die Fördestadt jetzt Dritt-Liga-Standort?

Pure Freude bei Team, Trainer und Geschäftsführer.
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Pure Freude bei Team, Trainer und Geschäftsführer.

Die Fußballer des SC Weiche Flensburg 08 spielen gegen den FC Energie Cottbus um den Aufstieg in die 3. Liga. Damit könnte Flensburg auch bundesweit mehr Beachtung im Fußball bekommen.

shz.de von
17. Mai 2018, 08:55 Uhr

Garbsen/Flensburg | Siebter, Sechster, Fünfter, Dritter und Zweiter in den ersten fünf Regionalliga-Spielzeiten – und am Mittwochabend gelang den Fußballern des SC Weiche Flensburg 08 der ganz große Wurf: Meister! Nach dem 1:1 beim TSV Havelse stehen die Fördestädter mit stolzen 73 Punkten als Meister fest und spielen jetzt gegen Energie Cottbus um den Aufstieg in die 3. Liga.

Trainer Daniel Jurgeleit bekam eine Wasser-Dusche ab, Spieler und Offizielle lagen sich in den Armen. Und später, als sich der spontane Jubel gelegt hatte, wurde es feierlich – Eugen Gehlenborg, Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV), und sein schleswig-holsteinischer Kollege Hans-Ludwig Meyer überreichten Meistertafel und Medaillen an die überglücklichen Flensburger.

Jurgeleit hatte sein Team gegenüber dem 5:2-Erfolg am Sonntag bei Eutin 08 auf zwei Positionen verändert: Für Junior Ebot-Etchi und Finn Wirlmann begannen Marvin Kleihs und Nedim Hasanbegovic. Der Tabellenführer begann verhalten, setzte zunächst noch keine Akzente. Die erste Gelegenheit hatten die Gastgeber, als nach einem Eckball in der 6. Minute kurzfristig „Kuddelmuddel“ im Flensburger Strafraum herrschte.

Nach etwa einer Viertelstunde waren die Gäste dann besser im Spiel, die erste echte Chance hatte aber Havelses Yannik Jaeschke in der 28. Minute: Er stand ziemlich frei vor SC-Keeper Florian Kirschke, schoss aber weit über das Tor. Drei Minuten später „klingelte“ es – René Guder, seit Wochen in bestechender Form, erzielte sein 16. Saisontor. Es war eigentlich eher eine Flanke als ein Torschuss, war aber egal: Der Ball schlug im kurzen Eck ein, Keeper Morten Jensen machte keine gute Figur. 1:0 zur Pause – doch von Entspannung konnte bei Liga-Geschäftsführer Harald Uhr, der mit auf der Bank saß, noch keine Rede sein. Etwas entspannter waren da schon die Flensburger Fans, die – etwas holprig – intonierten: „Über Garbsen fahr’n wir nach Cottbus.“

Jurgeleit brachte Kevin Schulz für Nico Empen und Finn Wirlmann für Dominic Hartmann – es galt, Kräfte zu sparen für das Pokalfinale am Montag gegen die Husumer SV sowie die beiden Relegationsspiele am Donnerstag, 24. Mai, in Kiel gegen Energie Cottbus und am Sonntag dann in Cottbus. Für die Flensburger ging es einzig und allein um das Ergebnis – und das stimmte, auch wenn Havelse in der Schlussphase den Druck verstärkte und den Ausgleich erzielte: Cicek hatte abgezogen, der eingewechselte Tobias Fölster hielt den Fuß hin – 1:1 in der 88. Minute. Vier Minuten voll Bangen und Hoffen waren noch zu überstehen – dann war es geschafft.

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