Ein bunt-quirliges Volksfest im Kreis Pinneberg

Das Holzofenbrot wurde an Ort und Stelle gebacken.
Das Holzofenbrot wurde an Ort und Stelle gebacken.

Schon zum zwölften Mal findet der Kunsthandwerkermarkt am Rantzauer See statt. Mit 70 Ausstellern wollen die Veranstalter ein Fest für die gesamte Familie bieten und eine Alternative zur alkoholisierten Vatertagstour bieten.

shz.de von
11. Mai 2018, 08:25 Uhr

Als Alternative zur alkoholisierten Vatertagstour versteht sich der Kunsthandwerkermarkt am Rantzauer See, der am gestrigen Himmelfahrtstag zum zwölften Mal von der Stadt Barmstedt perfekt organisiert wurde. Zahlreiche unternehmungs- und schaulustige Besucher, Jung und Alt, aus dem Kreis Pinneberg, der nahen Hansestadt Hamburg und darüber hinaus, bevölkerten die Seepromenade zwischen der Schlossinsel und einem großen Bereich entlang des Rantzauer Sees und verliehen dem Basar den Charakter eines bunten, quirligen Volks- und Familienfestes.

Darunter befanden sich auch viele Radler, die am Himmelfahrts- oder Vatertag gruppenweise unterwegs waren und es sich nicht nehmen ließen, einen Halt am Rantzauer See einzulegen.

Etwa 70 Aussteller breiteten an Ständen, in Pavillons, in Zelten und Markthütten ihr facettenreiches Sortiment aus. Darunter waren Schmuck, Kleidung, Taschen, Keramik, Metallkunst, Holzarbeiten, Floristik, Gartenaccessoires und vieles mehr. Einige Aussteller, die auf dem Markt vertreten waren, ließen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter gucken und gaben einen Einblick in ihre Produktionsweise, bei der Kreativität und solides handwerkliches Können eine perfekte Symbiose eingehen.

Bei wem sich der kleine oder auch größere Hunger meldete, der hatte die Wahl zwischen Grillspezialitäten, Pizza, Crêpes, Kuchen und Softeis. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, die Schlosshalbinsel mit dem interessanten Gebäudeensemble einschließlich der Galerie III sowie die Wassermühle zu besichtigen.

Zum ersten Mal als Aussteller mit dabei waren Karin Landgraf-Schürmann und Manuela Kiesling aus Barmstedt, die reizvolle Handarbeiten anboten. Beide häkeln, stricken und nähen gern und hatten sich vor etwa einem halben Jahr gefunden. „Wir haben überlegt, wohin mit den vielen Sachen und sind dann auf den Kunsthandwerkermarkt gekommen“, so Landgraf-Schürmann. „Das ist heute sozusagen ein Testlauf. Wir werden sehen, wie es weiter geht.“

Marta und Wolfgang Stepanek-Thebes gefällt die Umgebung des Rantzauer Sees gut. Sie kritisieren aber, dass stets die gleichen Anbieter auf dem Kunsthandwerkermarkt vertreten sind und wünschen sich mehr Abwechslung. Peter Taubhorn aus Kellinghusen bietet bereits seit 1990 seine Kupfer- und Handwerker-Kunst auf der Veranstaltung an. „Das Niveau des Marktes hat sich im Laufe der Jahre verschlechtert“, stellt er fest. „Er ist mehr oder weniger zur Fressmeile geworden. Dies ist kein Kunsthandwerkermarkt im eigentlichen Sinne mehr.“

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