Wegen Datenschutzgrundverordnung : Whatsapp erst ab 16? Insider glauben an Anhebung des Mindestalters

Whatsapp kann bisher schon von 13-Jährigen genutzt werden.
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Whatsapp kann bisher schon von 13-Jährigen genutzt werden.

Whatsapp will angeblich seine Nutzungsbedingungen ändern und das Mindestalter für Nutzer von 13 Jahren auf 16 Jahre heraufsetzen. Nach Berichten verschiedener Technikportale, die sich auf ein Tweet des Fanblogs WABetainfo berufen, werde das neue Mindestalter spätestens am 25. Mai in Kraft treten.

shz.de von
17. April 2018, 08:15 Uhr

Whatsapp will angeblich seine Nutzungsbedingungen ändern und das Mindestalter für Nutzer von 13 Jahren auf 16 Jahre heraufsetzen. Nach Berichten verschiedener Technikportale, die sich auf ein Tweet des Fanblogs WABetainfo berufen, werde das neue Mindestalter spätestens am 25. Mai in Kraft treten.

Am gleichen Tag wird auch die EU-Datenschutzgrundverordnung wirksam. In Artikel 8 der Verordnung sind die „Bedingungen für die Einwilligung eines Kindes in Bezug auf Dienste der Informationsgesellschaft“ geregelt. Danach ist die Verarbeitung von personenbezogenen Daten eines Kindes erst dann rechtmäßig, wenn es das 16. Lebensjahr vollendet hat. Weil Whatsapp grundsätzlich Daten sammele und auswerte, falle der Dienst auch unter dieses Gesetz, heißt es.

Wie heise.de berichtet, können die Mitgliedsstaaten der EU allerdings durch Rechtsvorschriften eine niedrigere Altersgrenze vorsehen. In Deutschland ist aber in dem neuen Bundesdatenschutzgesetz ein Mindestalter von 16 Jahren festgelegt. heise.de wirft auch die Frage auf, wie Whatsapp – falls es zu der Änderung kommt – mit bereits registrierten Nutzern umgehen wird, die das 16. Lebensjahr zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollendet haben.

Erziehungsberechtigte gefragt?

Ungeklärt sei auch die Frage, wie der zu Facebook gehörende Dienst sicherstellen kann, dass ein Nutzer das Mindestalter erreicht hat. pcwelt.de meint, Whatsapp könnte sich beispielsweise an den bei Google Play oder Apple App Store hinterlegten Altersangaben orientieren. chip.de geht davon aus, dass auch Jüngere mit dem Einverständnis der Erziehungsberechtigten den Messengerdienst weiter nutzen können.

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