SWN in Neumünster : SWN in Neumünster: Stadtwerke nach Verlust unter Strom

Schornstein: In der Thermischen Ersatzbrennstoff-Verwertungsanlage (TEV) des Heizkraftwerks der Stadtwerke Neumünster wird ein Teil des SWN-Stroms und der Fernwärme erzeugt.
In der Thermischen Ersatzbrennstoff-Verwertungsanlage (TEV) des Heizkraftwerks der Stadtwerke Neumünster wird ein Teil des SWN-Stroms und der Fernwärme erzeugt - eines der Tochterunternehmen der SWN-Muttergesellschaft, die vermutlich nicht genügend Gewinn abwerfen.

Der Ertrag der Stadtwerke Beteiligungen GmbH ist im vergangenen Jahr regelrecht eingebrochen. Das Mutterunternehmen des SWN-Konzerns weist im Wirtschaftsplan für 2017 ein Minus von 1,72 Millionen Euro aus.

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15. Mai 2018, 06:25 Uhr

Neumünster | Der Ertrag der Stadtwerke Beteiligungen GmbH ist im vergangenen Jahr regelrecht eingebrochen. Das Mutterunternehmen des SWN-Konzerns weist im Wirtschaftsplan für 2017 ein Minus von 1,72 Millionen Euro aus. Ursprünglich war mit einem Plus von 708000 Euro gerechnet worden. Als Grund geben die Stadtwerke „verschiedene negative operative Effekte“ an. Einzelheiten nannte SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt gestern nicht.

Aus dem auf Daten bis September 2017 basierenden Wirtschaftsplan geht hervor, dass die vier Tochterunternehmen (Stadtwerke, Bäder und Freizeit, Entsorgung und Verkehr) voraussichtlich statt 6,78 Millionen Euro nun nur noch voraussichtlich 3,04 Millionen an die Beteiligungs-GmbH als Mutterunternehmen überweisen werden.

Das hat auch Konsequenzen für die Stadt. Der für die Finanzen zuständige Stadtrat Oliver Dörflinger geht davon aus, dass die Stadt für 2017 keine Ausschüttung bekommt. Veranschlagt seien für 2017 und 2018 jeweils eine Million Euro, sagt er. Seit 2015 zahlen die Stadtwerke schon keine feste Pauschale mehr. Damals wurden letztmals gut zwei Millionen Euro an die Stadt ausgeschüttet und es endete eine Fünf-Jahres-Vereinbarung über diese fixe Summe. Seitdem ist eine Zahlung vom SWN-Betriebsergebnis abhängig. „Die Gesellschafter erwarten natürlich eine vernünftige Anteilsverzinsung. Wir müssen nun aber die Situation der Stadtwerke zur Kenntnis nehmen und hoffen, dass sie sich fix bessert“, so der Stadtkämmerer. Für 2018 rechnen die Stadtwerke wieder mit einem Jahresüberschuss von 1,28 Millionen Euro und verweisen vor allem auf „zusätzliche Erlöse aus der Profilierung des Deponiekörpers.“

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras erklärt, die Wirtschaftspläne der städtischen Gesellschaften lägen nun schon seit mehreren Monaten auf dem Tisch, darunter auch die der SWN. „Da wir als Stadt ein Interesse daran haben, dass den Bürgerinnen und Bürgern eine hohe Dienstleistungsqualität gewährleistet wird, die SWN ein betriebswirtschaftlich gutes Ergebnis erzielen und wir zudem möglichst mit einer guten Gewinnabführung rechnen möchten, befinden wir uns in einem ständigen Austausch mit den SWN auf unterschiedlichen Ebenen. Die entsprechende Leistung muss aber von den SWN selbst erbracht werden“, so Tauras.

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