Landeslabor in Neumünster : Das Land investierte neun Millionen Euro in die Modernisierung des Landeslabors in Neumünster

Im Labor, in dem sonst Auszubildende chemische Versuche machen, mischen sie mit: Sabine Sütterlin-Waack und Robert Habeck.
Im Labor, in dem sonst Auszubildende chemische Versuche machen, mischen sie mit: Sabine Sütterlin-Waack und Robert Habeck.

Neun Millionen Euro hat die Regierung investiert, damit die Mitarbeiter mit modernen Geräten in neuen Räumen kontrollieren können, ob etwa Lebensmittelhersteller und -verarbeiter korrekt handeln.

Kay Müller von
17. Mai 2018, 06:02 Uhr

Es ist wie eine Klammer, die sich schließt. „Meine ersten Termine als Minister habe ich 2012 hier im Landeslabor in Neumünster wahrgenommen, wo es um den Aus- und den Umbau ging“, sagt Robert Habeck. Gestern steht er bei einem seiner letzten Termine als Umweltminister auf dem Hof der Einrichtung und schaut sich lächelnd um. Denn nach umfangreichen Umbau-, Erweiterungs- und Sanierungsarbeiten kann er den neuen Büro- und Labortrakt einweihen.

Neun Millionen Euro hat die Regierung investiert, damit die Mitarbeiter mit modernen Geräten in neuen Räumen kontrollieren können, ob etwa Lebensmittelhersteller und -verarbeiter korrekt handeln. „Sie sind die Umwelt- und Gesundheitspolizei des Landes“, sagt Habeck – und macht sich gleich mit seiner Kabinettskollegin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) auf einen Rundgang durch das neue 620 Quadratmeter große Gebäude. „Lebensmittelsicherheit ist eine der tragenden Säulen des Verbraucherschutzes“, sagt die Verbraucherschutzministerin. Da sei jeder Cent gut investiertes Geld.

Die beiden Politiker besichtigen die Einrichtungen, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Im Landeslabor werden Lebensmittel, Schlachtabfälle und Bedarfsgegenstände auf ihre Zusammensetzung, hygienische Beschaffenheit und Schadstoffe hin untersucht. Die Mitarbeiter kontrollieren Gewässer- und Bodendaten, das Landeslabor überwacht den Einsatz von Tierarznei- und Futtermitteln. „Hohe Standards erfordern dabei hohe Qualitätskontrollen“, sagt Sütterlin-Waack.

Neben ihr steht die Leiterin des Landeslabors, Katrin Lütjen, die gleich deutlich machen will, dass alle von der Investition profitieren: „Das Landeslabor setzt sich tagtäglich dafür ein, für die Sicherheit der Verbraucher zu sorgen.“ Nun sei man rundum gewappnet, um etwa künftig auftretende Tierseuchen effizient angehen zu können.

Die Minister hören es gern, und Sütterlin-Waack sagt dann auch gleich etwas, was die Laborleiterin gern hört: „Wir werden auch weiterhin in neue Techniken und Analysegeräte investieren. Einerseits um den steigenden rechtlichen Anforderungen gerecht werden zu können, andererseits aber auch, um auf neue Herausforderungen vorbereitet zu sein.“

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