Special Olympics 2018 : Sportspiele für Menschen mit geistiger Behinderung starten in Kiel

<p>Rückblick auf die Spiele in Hannover 2016: Dennis Winkler von der Lebenshilfe Heidenheim hat ein gutes Rennen abgeliefert und freut sich zurecht über seine Leistung.</p>

Rückblick auf die Spiele in Hannover 2016: Dennis Winkler von der Lebenshilfe Heidenheim hat ein gutes Rennen abgeliefert und freut sich zurecht über seine Leistung.

Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt steht seit Montag im Zeichen der nationalen Sportspiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Die Special Olympics begannen am Vormittag in Kiel mit ersten Vorentscheiden. Bis Freitag treten rund 4600 Athleten in 19 Sportarten an. In 16 Disziplinen wetteifern unter dem Motto „Gemeinsam stark“ behinderte und nichtbehinderte Sportler zusammen.

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15. Mai 2018, 09:25 Uhr

Kiel | Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt steht seit Montag im Zeichen der nationalen Sportspiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Die Special Olympics begannen am Vormittag in Kiel mit ersten Vorentscheiden. Bis Freitag treten rund 4600 Athleten in 19 Sportarten an. In 16 Disziplinen wetteifern unter dem Motto „Gemeinsam stark“ behinderte und nichtbehinderte Sportler zusammen.

„Special Olympics ist eine Alltagsbewegung für Inklusion“, sagte Präsidentin Christiane Krajewski wenige Stunden vor der offiziellen Eröffnung am Abend durch die Schirmherrin Elke Büdenbender, Ehefrau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

Mit Trainern, Betreuern, Helfern, Familienangehörigen und Gästen summiert sich die Gesamtzahl der Teilnehmer auf rund 13.500. Die Spiele in Kiel seien auch ein Auftakt für die Bewerbung Berlins für die Weltspiele 2023, sagte Krajewski. Als namhafter Konkurrent steht Moskau bereit. Bei einem guten Verlauf in Kiel stiegen die Chancen für Berlin, sagte Krajewski. „Wir fühlen uns gut gerüstet.“

Bei den Spielen in Kiel sind Badminton, Basketball und Boccia ebenso im Programm wie Fußball, Handball, Kanu, Radfahren, Reiten und Tennis. Erstmals ist Segeln dabei. Der Fußball stellt mit 993 Athleten die meisten Teilnehmer, gefolgt von Leichtathletik und Schwimmen. Baden-Württemberg ist mit 778 Aktiven am stärksten vertreten, gefolgt von Bayern (690), Nordrhein-Westfalen (677) und Schleswig-Holstein (595).

Im Sinne der Inklusion besteht das Ziel von Special Olympics darin, Menschen mit geistiger Behinderung durch den Sport zu mehr Anerkennung, Selbstbewusstsein und letztlich zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu verhelfen. „Wir gehen konsequent unseren Weg in den organisierten Sport“, sagte Präsidentin Krajewski. Zum Programm in Kiel gehört auch ein dreitägiger Kongress mit 150 Teilnehmern zum Schwerpunkt Inklusion und Sport. „Spannung, Aufregung und Emotion pur“, versprach am Montag die Erste Vizepräsidentin von Special Olympics Deutschland, Birgit Lehnert.

Kiel wolle den Teilnehmern unvergessliche Tage mit familiären und professionellen Spielen bieten, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). „So einen engagierten Oberbürgermeister hatten wir noch nie“, lobte Lehnert.

Zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung am Abend in der Sparkassen-Arena wurde auch viel landespolitische Prominenz erwartet, zum Beispiel Ministerpräsident Daniel Günther, Landtagspräsident Klaus Schlie (beide CDU) und vier Minister.

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