Schadstofffreie Zustellung : Schadstofffreie Zustellung: 21 „Streetscooter“ rollen über die Kieler Straßen

Geräuschlos und schadstofffrei: Die Post setzt bei der Zustellung auf die „Streetscooter“.
Geräuschlos und schadstofffrei: Die Post setzt bei der Zustellung auf die „Streetscooter“.

Die Post macht es der deutschen Automobilwirtschaft vor. Der Einsatz von Elektro-Autos bei der Brief- und Paketauslieferung hat sich bewährt. Er soll deshalb verstärkt werden – in ein paar Jahren sollen überall im Lande nur E-Fahrzeuge rollen.

shz.de von
09. Mai 2018, 09:00 Uhr

In den nächsten Wochen wird der Kieler Fuhrpark – Standorte sind der Eichkamp im Westen und das Karlstal auf dem Ostufer – auf insgesamt 21 „Streetscooter“ aufgestockt. Etwa ein Drittel der gesamten Auslieferung erfolgt dann schadstofffrei. Und bis zum Jahr 2025 soll die gesamte landesweite Logistik auf E-Mobilität umgestellt werden, wie Matthias Korehnke als Niederlassungsleiter der Deutschen Post DHL ankündigte.

Standardmodell der E-Flotte ist der gelbe Kastenwagen „Streetscooter“, den die Post gemeinsam gemeinsam mit der Technischen Hochschule in Aachen speziell für die Zustellung entwickelt hat. Das Modell „Work“ kann gut 700 Kilo zuladen, wird von drei Seiten in normaler, rückenverträglicher Arbeitshöhe bedient, ist bis zu 80 km/h schnell und besitzt eine Reichweite von etwa 80 Kilometern. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Batterien des Fahrzeugs für einen kompletten Arbeitstag reichen – trotz der rund 300 Stopps. Das größere Modell „Work L“ kann bei nahezu gleicher Leistung sogar eine ganze Tonne Gewicht an Postware aufnehmen. Über Nacht werden die Fahrzeuge dann wieder aufgeladen.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer freute sich angesichts des städtischen Masterplans zum Klimaschutz und der ungelösten Abgasfrage am Theodor-Heuss-Ring über die grüne Botschaft des Unternehmens. „Die Post zeigt uns im täglichen Härtetest, dass es funktioniert“, betonte Kämpfer.

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