Tausende Tonnen Müll : Pfandsystem gefordert: Auch der Norden leidet unter dem Problem mit den Kaffeebecher

Ein RECUP-Kaffee-Pfandbecherr steht in einem Café in Oldenburg.
Ein RECUP-Kaffee-Pfandbecherr steht in einem Café in Oldenburg.

Der Coffee to go im Pappbecher ist schnell geholt, ausgetrunken und ebenso schnell wieder entsorgt - Tausende Tonnen Müll fallen dadurch jedes Jahr in Deutschland an. Ein Pfandsystem soll helfen.

shz.de von
14. Mai 2018, 10:20 Uhr

Damit der Einwegbecher komplett verschwindet, ist nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe ein bundesweites Pfandsystem wie bei Getränkeflaschen nötig. Dabei sei auch die Politik gefordert: Unternehmen und Kunden müssten mehr bezahlen, wenn sie Einweg statt Mehrweg benutzten. «Die Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen. Die Benutzung der Mehrwegbecher muss so einfach sein wie die der Einwegbecher», fordert Thomas Fischer, Leiter Abfallpolitik und Kreislaufwirtschaft bei der Umwelthilfe.

Inzwischen haben etliche Städte dem Pappbecher selbst den Kampf angesagt und Pfandsysteme für Mehrwegbecher eingeführt. Junge Leute und Kaffeetrinker in Szene-Vierteln greifen verstärkt zu den Pfandbechern, wie Erfahrungen etwa aus Hannover und Freiburg zeigen. Viele Verbraucher trinken ihren Kaffee aber weiterhin aus der Einwegvariante.

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