Polizei-Erfolg : Polizei-Erfolg in Rendsburg: Serien-Einbrecher gefasst

Die Polizei konnte nur noch die Leiche eines Anglers bergen. /Archiv
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Die Polizei konnte nur noch die Leiche eines Anglers bergen. /Archiv

Festnahme von zwei Männern in Rendsburg. Die Spur führt zu Delikten im ganzen Land - neben dem Norden auch und im Raum Köln.

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17. Mai 2018, 09:25 Uhr

Ein Schlag gegen die Bandenkriminalität: Nach der Festnahme von zwei Männern im Januar in Rendsburg hat die Kriminalpolizei die Beute aus 15 Wohnungseinbrüchen aufgespürt. Die Albaner im Alter von 20 und 30 Jahren stehen im Verdacht, zwischen Oktober und Anfang Dezember zweimal im Raum Köln zugeschlagen zu haben, anschließend bis Anfang Januar dreimal zwischen Wasbek und Timmaspe, siebenmal im nördlichen Schleswig-Holstein, davon dreimal in Oeversee, außerdem einmal in Büdelsdorf und zweimal in Rendsburg. Sie richteten einen Sachschaden von etwa 20000 Euro an. Am 11. Januar wurden sie im Stadtteil Schleife im Apenrader Weg, Ecke Vierzonstraße festgenommen. „Unser Konzept ist optimal aufgegangen“, sagte Kriminaloberrat Stephan Marks von der Kriminalpolizeistelle Rendsburg gestern.

Am Anfang stand „das richtige Bauchgefühl“ von Polizisten: Im Großraum Nortorf fiel ihnen ein Wagen auf. Sie überprüften die Insassen, ließen sie zwar fahren, teilten ihre Beobachtungen aber in einem Polizeinetzwerk. Kollegen entdeckten den Wagen am nächsten Tag in der Nähe von Rendsburg wieder. „Es mündete darin, dass genug Anhaltspunkte für eine Observation vorlagen“, erläuterte Marks. Als die Männer am 11. Januar gegen 17.50 Uhr in die Tingleffstraße radelten, in zwei Einfamilienhäuser einbrachen und Schmuck sowie Elektronikgeräte stahlen, waren Zivilbeamte in der Nähe. Sie verfolgten die Männer und nahmen sie fest. Die Einbrecher gestanden diese Taten, aber nicht die 13 anderen.

Die Kripo stellte einen Zusammenhang zu den anderen Einbrüchen her, indem sie Finger- und Schuhabdrücke, DNA-Spuren und Handy-Daten auswertete. Es half ihnen, dass die Täter untypischerweise kaum Beute verkauft hatten. Zurzeit sitzen sie in Untersuchungshaft. Wie Dr. Sören Pansa von der Staatsanwaltschaft Kiel erläuterte, wird der 20-Jährige eventuell nach Jugendstrafrecht verurteilt. Der 30-Jährige muss sich vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Kiel verantworten.

Eigentümer der Beute melden sich bei der Kripo unter Tel. 04331/20 83 01.

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