Von Utersum nach Eckernförde : Von Utersum nach Eckernförde: Die Föhrer Strandläufer haben Spenden im Gepäck

Die Föhrer Strandläufer unterstützen mit Flohmärkten die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft. Zum „Lauf ins Leben“ in Eckernförde bringen sie stets einen Spenden-Scheck mit.

shz.de von
12. April 2018, 08:40 Uhr

Um Solidarität, Hilfe und auch um  das Vergnügen in der Gemeinschaft geht es den „Föhrer  Strandläufern“, die seit 2010 am „Lauf ins Leben“ teilnehmen, den die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft  in Eckernförde ausrichtet. Doch die Insulaner  laufen nicht nur bei diesem 22-stündigen Event, sondern haben auch immer einen Scheck im Gepäck, mit dem sie die Arbeit der Krebsgesellschaft unterstützen wollen. Dieses Geld ist das Ergebnis der Flohmärkte, die regelmäßig im  Vortragssaal der Utersumer Reha-Klinik ausgerichtet werden.   Auch  der jüngste Markt  fand  wieder großen Anklang. Die Strandläufer fungieren dabei nicht als Sportlerinnen, sondern als Gastgeberinnen, die ein breites Sortiment von Büchern bis Kleidern anbieten und die Besucher auch kulinarisch verwöhnen.

In diesem Jahr konnte Sabine Timm als Vertreterin der Krebsgesellschaft Wienke Voß begrüßen, die als Projektleiterin den „Lauf ins Leben“ betreut, der zum 14. Mal am 25. und 26. August in Eckernförde ausgetragen  wird.

„Der frühere Oberarzt der  Utersumer Klinik, Dr. Gundolf Stricker, hat uns auf die Idee gebracht, an dieser Veranstaltung an der Ostsee zugunsten der Krebsgesellschaft  teilzunehmen“, berichtet Sabine Timm. Seit acht Jahren fahren  regelmäßig etwa 15 Föhrerinnen nach Eckernförde, wo sie ihre Zelte am Rand des Sportplatzes aufbauen und stets  als diejenigen begrüßt werden, die die weiteste Anreise  hatten. „Wir stellen unseren Lauf immer unter ein besonderes Motto“, berichtet Sabine Timm. Vor zwei  Jahren waren sie als Weihnachtsmänner angetreten und hatten dabei viel Spaß. Denn das Vergnügen soll trotz des ernsten Hintergrundes dieses Laufes nicht zu kurz kommen. „Es geht dabei auch nicht um sportliche Höchstleistungen“, informiert in diesem Zusammenhang Wienke Voß. Vielmehr wird 22 Stunden lang unter dem Motto „Leben ist Bewegung“ der Sportplatz umkreist und Durchhaltevermögen demonstriert. Rund 1000 Teilnehmer werden dabei regelmäßig gezählt, die immer selbst entscheiden wie lange und wie schnell sie laufen wollen.

 Besonders eindrucksvoll ist es  für die Föhrerinnen, wenn während der Nacht die am Wegesrand aufgestellte Kerzen als Zeichen der  Hoffnung den Weg weisen. Damit wird auch das Ziel der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft unterstrichen, die sich auf vielfältige Weise um die an Krebs erkrankten und deren Angehörige kümmert. Von Beratung, Prävention  über Forschung bis hin zur Organisation von Kursen und Selbsthilfegruppen reicht das Spektrum. Rund 34000 Euro, davon 3000 der Föhrer Strandläufer, kamen im vergangenen Jahr zusammen und halfen, diese Aktivitäten zu finanzieren.

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