Planer der Nooröffnung: : Städtebauliche „Untaten“ sollen durch die Nooröffnung korrigiert werden

Vorstellung der Rahmenplanung: (v. l.) Bürgermeister Jörg Sibbel, Projektleiterin des Sanierungsträgers BIG Städtebau, Alexandra Dahmen, Architekt Klaus Petersen und Stadtplanerin Anke Warncke.
Vorstellung der Rahmenplanung: (v. l.) Bürgermeister Jörg Sibbel, Projektleiterin des Sanierungsträgers BIG Städtebau, Alexandra Dahmen, Architekt Klaus Petersen und Stadtplanerin Anke Warncke.

Der Planer der Nooröffnung sieht die Nooröffnung als „Stadtreparatur“. Es sei „bitter“, dass an der Gaehtjestraße nicht gebaut werden dürfe.

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31. Mai 2018, 09:15 Uhr

Eckernförde | Nach drei Stunden Informationen und Diskussionen über die Nooröffnung zwischen Planern, Bürgern, Politik und Verwaltung nutzten Bürgermeister Jörg Sibbel sowie Stadtplanerin Anke Warnke und Architekt Klaus Petersen das Forum im Ratssaal auch für eine aktuelle Bestandsaufnahme der Teilfortschreibung der städtebaulichen Rahmenplanung.

Bürgermeister Sibbel zeigte sich zunächst hocherfreut über die mit 150 Besuchern große Resonanz der interessierten Öffentlichkeit beim Planungsspaziergang über das Gelände der Nooröffnung und bei der anschließenden Diskussion im Ratssaal. „Ein neues Format der Bürgerbeteiligung“, so Sibbel, das in dieser Form weiter gepflegt und entwickelt werden sollte. Die Anregungen der Bürger würden dokumentiert. Es habe beim Projekt Nooröffnung mehrere Anpassungen durch Planungsveränderungen gegeben, wie beispielsweise der Abzug der Märkte Aldi und Markant oder der Bürgerentscheid gegen die Gaehtjestraßenbebauung. Andere Maßnahmen aus dem Rahmenplan, wie die Hafenpromenade und die Hafenspitze, seien bereits umgesetzt und könnten gestrichen werden; andere, wie die geplante Bebauung des Bahnhofsareal oder die Weiternutzung des Exers als Parkfläche seien neu aufzunehmen.

Stadtplanerin Anke Warncke beleuchtete die einzelnen Planungsschritte von der Aufstellung des Rahmenplans 1986 über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK im Jahr 2006 Geschichte bis heute. Neu in den Rahmenplan werde auch die leerstehende Willers-Jessen-Schule aufgenommen, um eine neue Nutzung zu entwickeln. Anschließend gab sie einen Überblick über die unterschiedlichen Zielplanungen mit den dazugehörigen Maßnahmen.

Architekt Klaus Petersen, der den Ideenwettbewerb zur Nooröffnung gewonnen hatte, sprach von einer „Stadtreparatur“, die durch die Nooröffnung vorgenommen werde. Die Zuschüttung der Wasserfläche um 1920 und die Aufschüttung des Steindamm für die Kleinbahn und Gewerbeansiedlungen seien angesichts der zuvor bestehenden Stadtbilds „Untaten“ gewesen, die durch die Schaffung einer neuen Wasserfläche mit flankierender Uferbebauung nun korrigiert werde. „Das ist der Sinn der ganzen Übung“, so Petersen. Es sei „bitter“, dass an der Gaehtjestraße nicht gebaut werde, weil der Hafen eine beidseitige Fassung benötige, wie sie früher gegeben war. Die Wasserverbindung Ostsee-Noor seien „Charakteristika, die sonst kaum zu finden sind.“ Die Umsetzung des Projekts Nooröffnung seien alles Geld und alle Mühen wert.

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