Reitsport und Tradition : Reiterverein Rieseby wählt Johann Kempe erneut zum Vorsitzenden

Schriftführerin Frauke Mambrey führte die Wahl durch und war erste Gratulantin des wiedergewählten Vorsitzenden Johann Kempe.
Schriftführerin Frauke Mambrey führte die Wahl durch und war erste Gratulantin des wiedergewählten Vorsitzenden Johann Kempe.

Mehr als 50 Prozent der Mitglieder des Reitervereins Rieseby und Umgebung von 1922 fanden sich im Sport-Bistro ein, um Zukunft weisende Entscheidungen „op Plattdüütsch“ zu treffen.

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11. Mai 2018, 09:25 Uhr

Rieseby | Mehr als 50 Prozent der Mitglieder des Reitervereins Rieseby und Umgebung von 1922 fanden sich im Sport-Bistro ein, um Zukunft weisende Entscheidungen „op Plattdüütsch“ zu treffen.

So stellte sich Johann Kempe erneut zur Wahl als Vorsitzender. Zuvor hatte er auf die Frage, ob er die Wiederwahl annehmen würde, geantwortet: „Wenn ji mi noch hebben wüllt, maak ik dat geern!“ Zur Bestätigung flogen die Arme aller anwesenden Mitglieder in die Höhe und Kempe war für weitere zwei Jahre zum Vorsitzender gewählt. „Ik dank för dat Vertruen und hoff, dat mien Gesundheit nich slechter warrt. Ik heff ‘ne dulle Truppe üm mi herüm“, zeigte sich der Präses sichtlich gerührt.

Zugleich wurde Frauke Mambrey einstimmig zur Schriftwartin wiedergewählt.

In seinem Rückblick auf das Ringreiten stellte Kempe fest, dass es im letzten Jahr leider zu einer Terminüberschneidung mit dem Reitverein Loose kam. „Dat weer ut Versehn, am Enn kunn keen mehr an de Tiet dreihen!“ Das passiert diesmal nicht wieder, denn das Ringreiten zur Riesebyer Dorfwoche findet am 3. Juni ab 13.30 Uhr im Bürgerpark statt.

Der Verein war 1922 gegründet worden und erlebte 1939 eine große Zeit mit Erfolgen – sportlich wie auch gesellschaftlich – „mit Danz op de Deel“ sogar in zwei Sälen. Den Zweiten Weltkrieg über ruhte das Vereinsleben, da auch die Pferde in den Krieg zogen. Von 1948 bis etwa 1959 boomte der Sport wieder, bis Trecker aufkamen und die Pferde auf den Höfen nicht mehr benötigt wurden.

Für den dritten Aufschwung des Vereins sorgten der im Jahr 2000 verstorbene Wilhelm Bronnmann und Johann Kempe mit rund 20 Weggefährten. Unter ihnen auch der verstorbene Kurt Holst, an den die Versammlung erinnerte. „De Riedervereen keem för em glieks na de Füerwehr!“, so Kempe.

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