Monika Heinold auf Frühlingstour : Monika Heinold: Finanzministerin verspricht Unterstützung für Ehrenamt

Interview im Kulturbahnhof: Monika Heinold stellt sich den Fragen von Anita Chmielewski (r.) und Joe Stempfle (2.v.r.). Techniker Ben Heuer zeichnet das Gespräch auf.
Foto:
Interview im Kulturbahnhof: Monika Heinold stellt sich den Fragen von Anita Chmielewski (r.) und Joe Stempfle (2.v.r.). Techniker Ben Heuer zeichnet das Gespräch auf.

Die Grünen-Politikerin traf sich mit ehrenamtlich-tätigen Senioren.

shz.de von
12. April 2018, 09:30 Uhr

Sie wolle Menschen treffen, „die den Laden am Laufen halten“, umriss Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) die Ziele ihrer „Frühlingstour“, die sie nun auch nach Itzehoe führte. Seit Jahren nutzt Heinold die sitzungsfreie Zeit in Kiel für solche Informationsreisen durchs Land. Nachdem die Jugend im Mittelpunkt ihrer vergangenen Touren stand, war nun das ehrenamtliche Engagement von Senioren der Schwerpunkt der Politikerin.

In Itzehoe informierte sich die Finanzministerin im Theater über die Arbeit des Fördervereins der Theaterfreunde, die 2018 ihrer 30-jähriges Bestehen feiern und mehr als 300 Mitglieder zählen. „Wir unterstützen das Theater auf ganz unterschiedliche Weise immer dort, wo die Stadt als Träger überfordert scheint“, erklärte Gisela Scholz als Vorsitzende die Ziele des Fördervereins. Heinold informierte sich auch über den Kulturring und die Arbeit der Itzehoer Freiwilligen Agentur Neues Ehrenamt.

Beim Kulturverein K9 im Bahnhof führte Koordinatorin Ingrid Ebinal die Ministerin durch die Räume und informierte über die verschiedenen inklusiven Projekte im Kulturbahnhof Viktoria. Sie thematisierte auch die gerade für den soziokulturellen Bereich oft komplizierten Fördermittelverfahren. Anita Chmielewski und Joe Stempfle, beide ehrenamtliche Redaktionsmitglieder beim Radioprogramm „StörFrequenz“ im Kulturbahnhof, nutzten die Gelegenheit, um die Ministerin für eine der kommenden Sendungen zu interviewen.

Heinold zeigte sich beeindruckt vom Engagement in Itzehoe. Das Ehrenamt stärke hier wie auch sonst im Land den Zusammenhalt der Gesellschaft und verdiene deshalb Aufmerksamkeit und Unterstützung. „Klar ist aber auch, dass das Ehrenamt einen hauptamtlichen Anker braucht und der muss staatlich finanziert werden“, so die Finanzministerin. Dies habe sich vor allem die Flüchtlingsarbeit der vergangenen Jahre deutlich gezeigt, gelte aber für alle Bereiche. „Als Landesregierung wollen wir die Kommunen dabei unterstützen, auch wenn das für mich als Finanzministerin nicht immer ein schönes Thema ist, weil dies Geld kostet.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen