Helferschau „Notruf Eckernförde“ : Helferschau „Notruf Eckernförde“ - die Veranstalter sind zufrieden

Kim Wegner von der Johanniter Unfallhilfe zeigt an der Puppe die richtige Herzmassage.
Kim Wegner von der Johanniter Unfallhilfe zeigt an der Puppe die richtige Herzmassage.

Rund 1000 Besucher informierten sich am Wochenende über die Arbeit der Gemeinschaft „Notruf Eckernförde“. Der Hafen wurde zur wahren „Blaulichtmeile“.

shz.de von
08. Mai 2018, 08:25 Uhr

Wenn Einsatzkräfte zu einem Notfall ausrücken, dann muss es sehr schnell gehen. Wenn vor Ort dann verschiedene Hilfsleistungsorganisationen aufeinandertreffen, ist gute Zusammenarbeit alles, um eine Gefahrenlage möglichst zügig und effizient zu beseitigen. Damit diese Zusammenarbeit im Ernstfall einwandfrei funktionieren kann, wurde 1999 auf Initiative des DRK und des THW der „Notruf Eckernförde“ gegründet. Mitglieder sind die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, die Deutsche Verkehrswacht, das Deutsche Rote Kreuz, die Freiwillige Feuerwehr Eckernförde, die Johanniter Unfallhilfe, die Landespolizei, die Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein und das Technische Hilfswerk. Drei bis vier Mal im Jahr treffen sich die Organisationen, um sich auszutauschen. „Wir kennen uns und unsere Arbeit. Das ist ein immenser Vorteil“, sagt Ansprechpartner Stephan Suhr.

Am Wochenende präsentierten die Helfer in einer öffentlichen Schau am Hafen ihr Können, so dass der Hafen sich in eine wahre „Blaulichtmeile“ verwandelte. Neben Gesprächen mit den Einsatzkräften, die alle ehrenamtlich tätig sind, hatten die Besucher auch Gelegenheit, sich selbst in kleinen Rettungsübungen zu versuchen. Bei der DLRG galt es, einen sogenannten Rettungsball zielsicher in die Nähe eines im Wasser treibenden Dummies zu werfen.

Bei der Johanniter Unfallhilfe wurde es dann arbeitsintensiver. Hier stand die Herzmassage auf dem Programm. Obwohl die meisten Menschen schon einmal einen Erste-Hilfe-Kurs besucht haben, zögern viele im ersten Moment, sie anzuwenden. „Viele Menschen haben Angst“, sagt Kim Wegner von den Johannitern.

Um den Menschen die Angst zu nehmen, standen sie und ihre Kollegen zusammen mit ihren Übungspuppen zur Verfügung. Rund um das Thema Verkehrssicherheit ging es am Stand der Deutschen Verkehrswacht. Hier konnten die Kleinen im Tretrollerparcours ihre Geschicklichkeit beweisen. So auch die Geschwister Linus und Julika Borgmann. Während die beiden unter der fachkundigen Anleitung von Wilfried Lüthge um die Hütchen brausten, testete ihr Vater Stefan Borgmann bei Janine Eberhardt die „Rauschbrille.“ Während ihm die „Rauschbrille“ einen Alkoholpegel von 1,3 Promille vortäuschte, musste Borgmann einer gewundenen Linie auf dem Boden folgen.

Rund 1000 Besucher zählten die Veranstalter, die mit der Resonanz zufrieden waren.

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