Gründerzentrum : Das Technik- und Ökologiezentrum Eckernförde hat einen neuen Leiter

Reiner Fichter (l.) überreicht den Schlüssel für das TÖZ an seinen Nachfolger Thorsten Liliental (r.). Das Technik- und Ökologiezentrum wird betrieben von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Geschäftsführer Kai Lass (Mitte) wünscht viel Erfolg.
Reiner Fichter (l.) überreicht den Schlüssel für das TÖZ an seinen Nachfolger Thorsten Liliental (r.). Das Technik- und Ökologiezentrum wird betrieben von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Geschäftsführer Kai Lass (Mitte) wünscht viel Erfolg.

Thorsten Liliental tritt die Nachfolge von Reiner Fichter an. Er war über 22 Jahre Leiter des Gründerzentrums.

shz.de von
11. Mai 2018, 09:00 Uhr

Eckernförde | Das Technik- und Ökologiezentrum, kurz TÖZ, hat einen neuen Leiter: Thorsten Liliental hat die Nachfolge von Reiner Fichter angetreten, der am Mittwoch in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Reiner Fichter (63) hat das Gründerzentrum seit dessen Bau im Jahr 1995 geleitet und zahlreiche Existenzgründer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet. Immer an seiner Seite Renate Rohwer, die rechte Hand des Managers und in den vergangenen 20 Jahren das Gesicht des TÖZ. Sie war die erste Ansprechpartnerin für die Mieter im Gründerzentrum und leitete die Verwaltung. Auch sie ist am Mittwoch in den Ruhestand verabschiedet worden.

Der neue TÖZ-Leiter Thorsten Liliental (52) ist Diplom-Biologe und arbietet seit 2006 er bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, die das TÖZ betreibt. Er will die Leitung der Einrichtung in bewährter Manier fortsetzen, Gründungsberatungen anbieten und den Kontakt zu Unternehmen aus der Region ausbauen. Ein wichtiges Projekt wird das Angebot von „Co-Working-Spaces“. Dabei sollen sich Existenzgründer und Geschäftsleute ab Herbst Büroplätze für einen begrenzten Zeitraum mieten können – von einem Tag bis zu mehreren Monaten. „Es findet ein Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt statt“, sagt er. „Junge Menschen wollen heute flexibler arbeiten, zeitlich und auch örtlich.“

Das TÖZ ist mit seiner ökologischen Gestaltung einmalig unter den Gründerzentren in Deutschland. In dem mit unterschiedlichen Baustoffen und viel Glas erstellten Bau wachsen auch Palmen und Feigenbäume. Hier erhalten Existenzgründer günstige Miet- und Servicekonditionen, um ihnen den Sprung auf den freien Markt zu erleichtern. Das TÖZ war im Schnitt zu 80 bis 90 Prozent ausgelastet. Bis heute waren hier 220 Jungunternehmen untergebracht, viele haben sich daraufhin in und um Eckernförde angesiedelt. Zwei der erfolgreichsten Ausgründungen sind die Zimmerei Schäfer und das Unternehmen Plan 8 aus der Branche der Erneuerbaren Energien.

Als einen Höhepunkt in seiner Laufbahn bezeichnet Reiner Fichter die Teilnahme des TÖZ als dezentrales Projekt bei der Expo 2000 im Jahr 2000 in Hannover. Das führte dazu, dass die Einrichtung über die Grenzen Schleswig-Holsteins bekannt wurde. „Sehr negativ hat sich die Schließung des Fachbereichs Bauwesen erwiesen“, so Fichter. „Das hatte zur Konsequenz, dass sich das Töz neu ausrichten musste. Im Mittelpunkt stehen jetzt nicht mehr Unternehmen der Baubranche, sondern aus der Gesundheitswirtschaft und aus den Bereichen Information und Kommunikation.“ Zurzeit sind 44 Firmen mit 150 Mitarbeitern im TÖZ untergebracht.

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