Wechsel : Abschied vom Amt: Damps Bürgermeister Horst Böttcher gibt Stimmen für potenziellen Nachfolger ab

Horst Böttcher, 24 Jahre lang Bürgermeister in Damp, gab gestern seine Stimmen für die neue Gemeindevertretung ab. Wahlvorstand Johannes Dibbern (l.) hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung.
Horst Böttcher, 24 Jahre lang Bürgermeister in Damp, gab gestern seine Stimmen für die neue Gemeindevertretung ab. Wahlvorstand Johannes Dibbern (l.) hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung.

Damps Bürgermeister Horst Böttcher gibt Stimmen für potenziellen Nachfolger ab. Nach 24 Jahren im Amt steht er dafür nicht mehr zur Verfügung.

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07. Mai 2018, 08:20 Uhr

Damp | Ungewohnt, aber nicht unangenehm, so würde Horst Böttcher seinen Gang zur Stimmabgabe im Haus des Gastes in Vogelsang-Grünholz beschreiben. Nach 24 Jahren als Bürgermeister der Gemeinde Damp und vielen Jahren mehr als Mitglied der Gemeindevertretung steht der SPD-Mann nun nicht mehr vorne auf der Liste der Direktkandidaten bei der Kommunalwahl 2018. „Ich befinde mich ja schon auf Abschiedstour“, sagte er entspannt und warf seine Stimmzettel in die Urne. Bei fünf Kommunalwahlen stand er zur Wahl und sei immer bis 18.02 Uhr total ruhig gewesen. Sobald aber die Auszählung begann, dann habe ihn schon eine gewisse Spannung erfasst. Anders am gestrigen Sonntag. Jetzt blicke er mit etwas Wehmut zurück. Beim Gang durch die Gemeinde sehe er an vielen Stellen Spuren seines Schaffens. „An die gelungenen Sachen erinnert man sich am leichtesten, beispielsweise an die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses.“

Gestern sah er der Wahl ganz entspannt entgegen. „Wenn wir jetzt hier raus gehen, dann fahren wir eine Runde mit dem Rad“, sagte Böttcher. Ein Zurück von seiner Entscheidung, die Verantwortung in der Gemeinde abzugeben, gebe es nicht, das habe er seiner Frau versprochen. „Ich freue mich, dass er in Zukunft etwas mehr Zeit für Privates hat“, sagte seine Frau Ulrike. Mit Blick auf den Ausgang der Wahl ist es für Horst Böttcher spannend zu beobachten, was die Bürger von den Vorgängen der letzten rund fünf Tage halten (Verkauf einer Fläche im Ostseebad Damp, Anmerkung der Redaktion).

Wahlvorsteher in Vogelsang-Grünholz war Johannes Dibbern. „Wir hoffen auf eine gute Beteiligung, aber bei den letzten Wahlen war sie nie so richtig hoch“, räumte Dibbern ein. Was er schon sagen könne sei, dass die Zahl der Briefwähler mit 134 bei 1184 Wahlberechtigten recht hoch sei.

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