Trotz stagnierender Umschlagszahlen im Hamburger Hafen - HHLA investiert eine Milliarde Euro

Der Burchardkai von HHLA im Hamburger Hafen.
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Der Burchardkai von HHLA im Hamburger Hafen.

Mit einem klaren Bekenntnis zu Hamburg hat Angela Titzrath, Vorstandschefin des Hamburger Hafenkonzerns, einen Ausblick auf 2018 wie auch auf die kommenden vier Jahre gegeben. „Wir glauben an den Standort Hamburg, an die Zukunft des Hafens − auch, weil die Elbvertiefung endlich Form annimmt“, sagt die HHLA-Chefin.

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29. März 2018, 07:00 Uhr

Mit einem klaren Bekenntnis zu Hamburg hat Angela Titzrath, Vorstandschefin des Hamburger Hafenkonzerns HHLA, vor Journalisten einen Ausblick auf das Jahr 2018 wie auch auf die kommenden vier Jahre gegeben. „Wir glauben an den Standort Hamburg, an die Zukunft des Hamburger Hafens − auch, weil die Elbvertiefung nun endlich Form annimmt“, sagte die HHLA-Chefin.

Bis 2020 will der Hafenlogistik-Konzern eine Milliarde Euro an seinem Hauptsitz in Hamburg investieren. Etwa 450 Millionen Euro gehen in vor allem technische Verbesserungen beim Containerumschlag wie etwa den Bau von neuen Bahn-Kränen am Burchardkai und von fünf neuen Containerbrücken für Riesenfrachter mit mehr als 20000 TEU (Containereinheiten). Deren Anläufe würden sich im Hamburger Hafen in den kommenden Jahren nochmals verfünffachen. „Wir wollen die Ladung am Standort sichern, aber auch neue Wachstumsfelder erschließen“, sagte Titzrath.

Die „Schlüsselfrage der Zukunft“ ist ihrer Ansicht nach der Ausbau der Hinterland-Anbindungen, in den das Unternehmen deshalb allein 350 Millionen Euro investieren will. Um dieses „außerordentliche Alleinstellungsmerkmal“ des Hamburger Hafens auszubauen, werde die HHLA noch in diesem Jahr das tschechische Bahnunternehmen Metrans, an dem die HHLA bereits 90 Prozent hält, komplett übernehmen. Bereits am Montag hatte die HHLA die Übernahme des estnischen Hafenterminalbetriebs Transiidikeskuse AS im Hafen von Muuga nahe der Hauptstadt Tallinn bekanntgegeben. Die HHLA sei damit zum Marktführer in Estland aufgestiegen − in einem „sehr dynamisch wachsenden Markt“, so Titzrath.

Das abgelaufene Jahr 2017 sei für die HHLA erfolgreich verlaufen, erklärte der Vorstand. Der Containerumschlag stieg um 8,1 Prozent auf 7,2 Millionen Standardcontainer (TEU).

Dabei profitierte die HHLA von einer neuen Aufteilung vieler Liniendienste, während HHLA-Konkurrent Eurogate Verluste hinnehmen musste. Der Umsatz der HHLA erhöhte sich um 6,3 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro.

Die Aktionäre sollen eine Dividende von 67 Cent je Aktie erhalten, das wären 13,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz des erfolgreichen Jahres 2017 fällt die Prognose der HHLA für das angelaufene Jahr relativ zurückhaltend aus. Die HHLA möchte Umsatz und Umschlagleistung ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres halten. Der Gewinn soll jedoch deutlich steigen. Angela Titzrath: „Die HHLA steht auf einem soliden Fundament“, sagte die Unternehmenschefin, aber das Marktumfeld sei nicht stabil.

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