Ausnahmen für Anwohner : Hamburg: Bundesweit erste Dieselfahrverbote treten in Kraft

Ein Fahrverbotsschild für Fahrzeuge mit Diesel-Motor bis Euro5 wird an der Zufahrt zur Max-Brauer-Allee in Hamburg aufgehängt.
Ein Fahrverbotsschild für Fahrzeuge mit Diesel-Motor bis Euro5 wird an der Zufahrt zur Max-Brauer-Allee in Hamburg aufgehängt.

In Hamburg treten heute die bundesweit ersten Dieselfahrverbote zur Luftreinhaltung in Kraft. Die Stadt will damit die Stickoxidbelastung senken. Betroffen sind ältere Diesel, die nicht die Euro-Norm 6 erreichen.

shz.de von
31. Mai 2018, 08:25 Uhr

Die Durchfahrtsbeschränkungen gelten nur auf kurzen Streckenabschnitten zweier stark befahrener Straßen im Bezirk Altona. Während die Max-Brauer-Allee für ältere Diesel-Pkw und -Lkw gesperrt wird, sind auf der Stresemannstraße nur Lkw vom Fahrverbot betroffen. Außerdem gibt es zahlreiche Ausnahmen für Anwohner und Anlieger.

Die Polizei will das Fahrverbot zunächst nur stichprobenartig kontrollieren. Fahrer älterer Diesel würden sensibilisiert und gegebenenfalls ermahnt, sagte ein Sprecher. Später soll ein Verstoß gegen das Fahrverbot dann ein Verwarn- oder Bußgeld in Höhe von 25 Euro für Pkw und 75 Euro für Lkw nach sich ziehen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte Fahrverbote zur Luftreinhaltung im Februar in Grundsatzentscheidungen für zulässig erklärt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert