Volksfest : Durchwachsenes Wetter beim Auftakt des Hamburger Hafengeburtstag

„Es ist alles gut und ruhig gestartet“, sagte Franziska Hamann, Leiterin des Dom-Referates der veranstaltenden Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Bereits am Mittag hätten die ersten Schiffe den Hafen verlassen, um sich für die große Einlaufparade aufzustellen.

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11. Mai 2018, 07:00 Uhr

Hamburg | Der 829. Hamburger Hafengeburtstag hat begonnen. Zum Auftakt am Donnerstag lag Bratwurstgeruch in der Luft. Es herrschte Volksfestatmosphäre. Viele Gangways hatten bereits vor dem offiziellen Beginn am Nachmittag geöffnet. Etliche Besucher waren seit dem Vormittag am Hafen. Die Blicke vieler Schaulustiger richteten sich etwa auf das größte fahrtüchtige Museumsfrachtschiff der Welt: „Cap San Diego“. Das Schiff ist das letzte noch erhaltene aus einer Serie von sechs Stückgutfrachtern, die 1961/62 für die Reederei Hamburg Süd gebaut wurden.

„Es ist alles gut und ruhig gestartet“, sagte Franziska Hamann, Leiterin des Dom-Referates der veranstaltenden Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Bereits am Mittag hätten die ersten Schiffe den Hafen verlassen, um sich für die große Einlaufparade aufzustellen. Die Aufbau der 350 Stände und Fahrgeschäfte laufe bereits seit Montag. Auf dem Gelände waren auch zahlreiche Sicherheitskräfte – teilweise mit Maschinenpistolen bewaffnet – unterwegs.

Beim ökumenischen Eröffnungsgottesdienst im Hamburger Michel sprach Pastor Alexander Röder unter anderem über das Thema Hoffnung. Auch das diesjährige Partnerland Südafrika stand bei der Predigt im Fokus. Begleitet wurde die Zeremonie von Shanty-Chor „De Tampentrekker“.

Am Nachmittag wollte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) den Hafengeburtstag mit dem traditionellen Läuten der Schiffsglocke des Museumsschiffs „Rickmer Rickmers“ offiziell eröffnen. „Wir sind in ständigem Austausch mit dem Deutschen Wetterdienst“, sagte Hamburgs Hafenkapitän Jörg Pollmann zuvor. Für den Nachmittag waren Gewitter angekündigt, bis kurz vor Beginn der Einlaufparade bliebt der Hafengeburtstag jedoch mit Ausnahme einiger Regentropfen von heftigem Regen verschont. Bei der Parade wurden mehr als 100 Schiffe erwartet, insgesamt sollen mehr als 300 Schiffe bei dem Event in der Hansestadt vor Ort sein.

Eine der Herausforderungen sei es auch, den Regelbetrieb des Hafens neben den Feierlichkeiten abzuwickeln. „Wir haben noch vor der Parade zwei 400-Meter-Containerschiffe, die auslaufen“, sagte Pollmann.

Neben den traditionellen Programmpunkten sollte am Donnerstagabend erstmals auch ein Konzert in der Elbphilharmonie Teil des Spektakels sein. Weitere Höhepunkte des Hafengeburtstags sind das Schlepperballett am Samstag und die Auslaufparade am Sonntag. Zu dem Fest in der Hansestadt kommen üblicherweise mehr als eine Million Besucher. Offizielle Besucherzahlen des diesjährigen Geburtstags wollen die Veranstalter am Sonntag bekanntgeben.

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