zur Navigation springen

Vögel haben ihn zum Fressen gern - Zierapfel wird beliebter

vom

Bad Zwischenahn (dpa/tmn) - Das ganze Jahr über sieht der Zierapfel im Garten gut aus. Denn in allen Jahreszeiten bietet das Gehölz einen Hingucker: Auf Blüten folgen seine kleinen, in der Regel auffällig bunten Früchte.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 05:33 Uhr

Bad Zwischenahn (dpa/tmn) - Das ganze Jahr über sieht der Zierapfel im Garten gut aus. Denn in allen Jahreszeiten bietet das Gehölz einen Hingucker: Auf Blüten folgen seine kleinen, in der Regel auffällig bunten Früchte.

Der Zierapfel kann viel: Im Frühling trägt das Gehölz reichlich Blüten. Im Sommer bildet es Früchte, die im Herbst und häufig noch bis in den Winter hinein die Zweige schmücken. Sie werden gerne als Dekoration in das Haus geholt. Oder Vögel vernaschen die Früchte. «Daher ist der Zierapfel mittlerweile beliebter als die Zierkirsche», sagt Dankwart Seipp, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Gartenkultur im niedersächsischen Bad Zwischenahn. Darüber hinaus bleiben viele Bäume klein, weshalb sie sich gut für kleine Hausgärten eignen.

Die Bäume seien nicht nur reine Zierde, sagt Karl-Friedrich Ley, Vorsitzender des Verbandes Rheinischer Baumschulen im Landesverband Gartenbau Rheinland in Köln. Sie übernehmen im Garten verschiedene Funktionen - nicht nur als Futter für die Vögel. «Die Blüten locken im Frühling zahlreiche Insekten an, und ihre Pollen sind eine wichtige Nahrungsquelle», erklärt Ley. Die Zieräpfel wachsen auch in Apfelplantagen, weil sich einige der Sorten als gute Pollenspender, also Befruchter für Kulturäpfel, bewährt haben.

«Die Zieräpfel überzeugen durch ihren unbeschreiblichen Reichtum an gefüllten oder einfachen, teilweise duftenden Blüten in allen nur denkbaren weißen, roten, rosa- und purpurfarbenen Schattierungen.» Die Früchte werden unterschiedlich groß und sind gelb bis rot gefärbt. Sie schmecken meist säuerlich. Man kann sie zu Marmelade und Gelee verarbeiten. Meist sind die Zieräpfel aber Schmuck für Tischdekorationen und Kränze. Oder die Zweige stehen in einer Vase.

In Asien, Nordamerika und Europa gibt es etwa 35 wilde Apfelarten. «Von gestalterischer Bedeutung sind derzeit circa 10 reine Arten sowie die Art-Hybriden mit ihren 400 bis 500 verschiedenen Sorten», erklärt Ley. Im Handel erhältlich sind 15 bis 20 Sorten. Diese sind nach Aussage von Seipp größtenteils recht widerstandsfähig, und nur in Einzelfällen zeigt sich eine Anfälligkeit für Schorf und Mehltau.

Eine der besten Sorten trägt den Namen Evereste. Sie zeigt Anfang Mai ihre weißen Blüte. «Die etwa anderthalb Zentimeter großen Früchte leuchten orangerot und hängen bis in den Dezember an den Zweigen», sagt Seipp. Unter den weißblühenden Sorten empfiehlt Ley auch Red Sentinel mit roten sowie Butterball mit gelben Früchten.

Demgegenüber stehen die rosablühenden Sorten. «Sehr schön ist Brandy Magic, denn die großen Blüten sind gefüllt», sagt Seipp. Ihre Früchte sind burgunderrot. Die Sorte Van Eseltine ist schlank, weshalb sie sich für winzige Gärten eignet. Aber ihre Früchte sind graugrün. Weitere Sorten, die positiv auffallen, sind die rosa-weiß blühende Rudolph und die rubinrot blühende Royalty, die beide rotes Laub haben. «Bei den klein wachsenden Sorten für den Hausgarten heißt die Sorte der Zukunft Adirondack», sagt Ley. Sie wird bis zu 2,50 Meter hoch, blüht weiß und trägt rote Früchte.

Der Zierapfel mag nährstoffreiche, tiefgründige und durchlässige Böden. «Natürlich hängen die Standortansprüche auch von der Wuchsform ab», sagt Seipp. Strauchige Formen werden auf mittelstarken Unterlagen veredelt, die bessere Böden brauchen. Halb- und Hochstämme werden auf Sämlingen mit geringeren Ansprüchen veredelt.

Alle Pflanzen vertragen vorübergehend einen trockenen Boden. Allerdings sollte ein leichter Sandboden regelmäßig gegossen werden, rät Seipp. Sonst breite sich Mehltau aus. Der Fachmann warnt vor nassen, winterfeuchten Standorten, da die Bedingungen Obstbaumkrebs fördern. Dabei handelt es sich um eine Pilzinfektion.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen