zur Navigation springen

Freizeit : Schwanenblume ist «Blume des Jahres 2014»

vom

An großen Flüssen blüht sie noch, doch in vielen Bundesländern steht sie auf der Liste gefährdeter Arten: die Schwanenblume. Loki Schmidts Naturschutzstiftung rückt sie jetzt ins Rampenlicht.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2013 | 16:16 Uhr

Sie blüht in Weiß- und Rottönen und verdankt ihren Namen dem schwanenhalsartig gebogenen Griffel in der Blüte: Die Schwanenblume ist die «Blume des Jahres 2014». «Damit soll für den Schutz dieser bedrohten Pflanze geworben werden, die in vielen Bundesländern bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht», teilte die Loki Schmidt Stiftung am Dienstag (22. Oktober) in Hamburg mit. Die Ehefrau des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt hatte den Titel ins Leben gerufen.

Die «Blume des Jahres» repräsentiere immer auch einen bedrohten Lebensraum, hieß es. Bei der Schwanenblume (Butomus umbellatus) seien das Flussauen und Marschgebiete. Die Pflanze mit dem hohen Stiel und bis zu 30 weißen oder rosa Einzelblüten, «die über dem Röhricht zu schweben» scheinen, blüht von Juni bis August. Vor allem an großen Flüssen wie Elbe, Rhein und Oder seien noch reiche Bestände zu finden.

«Einst brachte das Hochwasser in den Flussauen Lehm und Nährstoffe mit sich, die die Schwanenblume benötigt», erläuterten die Naturschützer. «Der Rückgang der Schwanenblume beruht darauf, dass Flüsse eingedeicht und ihre Auen entwässert wurden.» Viele Gewässer seien inzwischen in einem schlechten Zustand oder sogar ganz verschwunden. «Dies gilt besonders für Gräben in Marschgebieten, an denen die Schwanenblume früher häufig vorkam.»

Die Aktion «Blume des Jahres» war 1980 von der Ehefrau des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt (SPD), Loki Schmidt (1919-2010), gestartet worden. Im vergangenen Jahr ging der Titel an das Leberblümchen. Davor wurden unter anderem die Heidenelke, die Sumpfdotterblume und der Lungen-Enzian ausgewählt.

Webseite der Stiftung

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen