Das Unkraut Giersch für die Küche anbauen

 Hartnäckig: Giersch wuchert stark. Das vermeintliche Unkraut lässt sich aber auch zum Würzen in der Küche nutzen. Foto: Jens Schierenbeck
Hartnäckig: Giersch wuchert stark. Das vermeintliche Unkraut lässt sich aber auch zum Würzen in der Küche nutzen. Foto: Jens Schierenbeck

Berlin (dpa/tmn) - Manch ein Gartenbesitzer hat schon vergeblich versucht, gegen Giersch anzukämpfen. Die Pflanze wuchert stark. Man kann den Spieß aber auch umdrehen - und das vermeintliche Unkraut bewusst anbauen.

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23. Mai 2013, 05:33 Uhr

Berlin (dpa/tmn) - Manch ein Gartenbesitzer hat schon vergeblich versucht, gegen Giersch anzukämpfen. Die Pflanze wuchert stark. Man kann den Spieß aber auch umdrehen - und das vermeintliche Unkraut bewusst anbauen.

Giersch ist eigentlich ein Unkraut. Den Kampf dagegen gewinnen Gärtner nur mühsam. «Man muss sich darüber im Klaren sein: Wenn man die Blätter aberntet, bekämpft man die Pflanze nicht, sondern man regt ihr Wachstum an», sagt Olaf Beier vom Bundesverband der Einzelhandelsgärtner in Berlin. Diesen negativen Effekt kann der Hobbygärtner aber auch für sich nutzen - und die Pflanze bewusst anbauen, um sie in der Küche zu verwenden. Die Blätter haben ein intensives Aroma und schmecken als Zutat in Salaten oder Suppen.

Die stark wuchernden Pflanzen gedeihen gut als Bodendecker in einer Gartenecke oder unter Hecken, erläutert der Experte. «Wenn sie von dort aus auf den Rasen wuchern, ist das kein Problem: Dort haben sie keine Chance, weil sie regelmäßig abgemäht werden.»

Beier rät, die Beete mit Giersch durch eine ausreichend tiefe Wurzelsperre abzugrenzen. Als Wurzelunkraut verbreitet sich Giersch (Aegopodium podagraria) über unterirdische Ausläufer. Gartenbesitzer sollten aber auch die Blütenknospen immer abschneiden. Sonst verbreite sich das wuchernde Unkraut zusätzlich über die Samen.

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