Freizeit : Blühende Hoffnung - Alpenveilchen sind Hingucker im Winter

Alpenveilchen verschönern im tristen Winter den Garten und auch den Wohnraum.
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Alpenveilchen verschönern im tristen Winter den Garten und auch den Wohnraum.

Alpenveilchen mögen es kühl - und das macht sie zur perfekten Herbstbepflanzung. Wenn die Witterung viele andere Pflanzen im Garten in den Winterschlaf wiegt, erblühen sie.

shz.de von
07. November 2013, 09:16 Uhr

Sie gehört zu den wenigen farbigen Hinguckern, die der Herbst und Winter zu bieten haben: Alpenveilchen gibt es in Weiß, aber vor allem in einem kräftigem Rot- und Pinkton fallen die Blüten auf den langen Stielen auf. Die Topfpflanze galt einst als ein Zeichen der Hoffnung für die Wiederkehr des Frühlings.

«Alpenveilchen sind Pflanzen für kühle Räume», erläutert Eva Morgenstern, Referentin an der Gartenakademie Rheinland-Pfalz. «Sie lieben Temperaturen von 13 bis 16 Grad, einen hellen bis halbschattigen Standort und eine hohe Luftfeuchtigkeit.» In der beheizten Wohnung ist es meist schwierig, diese Bedingungen konstant zu gewährleisten. Empfehlen kann man beispielsweise ein helles Schlafzimmer, die Küche und das ebenfalls am besten helle Treppenhaus - vorausgesetzt, die Temperaturen am Standort sind gleichmäßig kühl.

Der Wintergarten ist eine gute Alternative, aber auch im Freien fühlen sich Alpenveilchen sehr wohl. «Temperaturen zwischen plus vier und minus fünf Grad halten die Pflanzen problemlos aus», sagt Peter Sprünken vom Arbeitskreises Cyclamen im Landesverband Gartenbau Rheinland. Allerdings sind die meisten Arten nicht winterhart. Nur die Kleinen, Cyclamen coum, Cyclamen hederifolium und Cyclamen cilcium überstehen die kalte Jahreszeit.

«Die Pflanzen dürfen weder vertrocknen noch ersaufen», erläutert Sprünken. Daher sollte man vor dem Gießen prüfen, ob die Erde trocken ist. Nach dem Gießen wird der Untersetzer oder Übertopf am besten nach einer Viertelstunde geleert. «Alpenveilchen sollten nicht im Wasser stehen», sagt Sprünken. Anderenfalls faulen die Knolle und die Wurzeln. Laut dem Gärtnermeister reiche es in der Regel, nur ein- bis zweimal in der Woche zu gießen, damit die Erde mäßig feucht bleibt - was optimal ist.

Morgenstern rät davon ab, die Pflanzen Zugluft auszusetzen. Auf dem Fensterbrett über einem Heizkörper ist den Pflanzen die Luft zu warm und zu trocken. «Die Blätter wirken dann häufig welk», beschreibt Sprünken die Folgen. Zur Pflege gehört es auch, regelmäßig welke Blüten, Fruchtstände und gelbe Blätter zu entfernen. Dazu braucht der Hobbygärtner keine Schere. Es geht ganz leicht, wenn man die Pflanze am Ballen hält, tief unten den Stiel anfasst und diesen mit einem Ruck seitlich herausziehen.

«Die Farbpalette reicht von Weiß über verschiedene Rosa und Violetttöne bis zum typischen Cyclamen-Rot», erläutert Morgenstern. Auch Sorten mit zweifarbigen Blüten sind erhältlich. Immer größere Bedeutung erlangen die sogenannten Midi-Sorten mit mittelgroßen Blüten und die kleinblumigen Mini-Cyclamen für die Bepflanzung des Balkons im Herbst.

«Die Mini- und Midi-Cyclamen sind widerstandsfähiger und können einen Regentag besser wegstecken», erläutert Sprünken. Gleichzeitig stehen die Blüten dicht. Sie wirken so wie ein kräftiger Farbklecks im Kasten, der sich über mehrere Wochen gut hält. Damit die Pflanzen lange schön sind, sollten Hobbygärtner im Handel überprüfen, ob unter den Blättern zahlreiche Knospen in den Startlöchern stehen.

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