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Lokale Aktion "Kuno" : Zwergschwäne verlassen die Region

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Führungen für Schulkinder und Erwachsene zu den Rastgebieten in der Flussniederung. Der Schneesturm hat die Vögel vertrieben.

Meggerdorf | Seit Jahren machen die immer seltener werdenden Zwergschwäne Rast in der Flusslandschaft zwischen Eider, Treene und Sorge, um sich Energiereserven anzufressen für den Flug in ihre Brutgebiete in Westsibirien. Gezählt wurden in der letzen Woche insgesamt 3600 Zwergschwäne (allein im Meggerkoog 2300) – davon 14 Prozent Jungtiere.

Die Lokale Aktion "Kuno" die Integrierte Station Eider-Treene-Sorge und Westküste in Bergenhusen zusammen mit dem Naturschutzverein und der Gemeinde Meggerdorf ermöglichen es Naturliebhabern, dieser Ereignis mitzuerleben. Auch diesmal konnten – bevor der Winter zurückkehrte – Grundschulklassen daran teilhaben. Dafür wurden Arbeitsblätter, Lern -und Lehrunterlagen für die Kinder und Lehrer erstellt. Das Projekt wird von der "Hanns R. Neumann"-Stiftung finanziell gefördert.

Alles Wissenswerte über Tier und Landschaft

Diesmal waren die 3. Klassen der Grundschulen aus der Region eingeladen. Die angebotenen Touren waren schnell ausgebucht. So ging es, statt in der Schule zu lernen, mit Trecker und Planwagen hinaus in die Natur. Allein dies war für viele Schüler ein besonderes Erlebnis. Während der Fahrt berichteten Renate Rahn, "Kuno"-Vorsitzende, und Martina Bode, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Michael-Otto-Institut im Nabu, alles Wissenswerte über die Zwergschwäne und die Landschaft.

Die scheuen Vögel brauchen ruhige Nahrungsflächen mit eiweißreichen Gräsern, um sich für den weiten Flug nach Sibirien zu stärken. Mit Fragebogen, Feldstecher und Spektiven ausgerüstet beobachteten die Kinder die Zwergschwäne, die etwa 150 Meter entfernt grasten. Ihre Aufgabe war es, die Vögel zu zählen, herauszufinden, ob Jungschwäne dabei sind und ob die Vögel beringt sind.

Zwergschwäne haben überstürzt die Region verlassen

"Da uns aus Westsibirien kaum verlässliche Zahlen über die Bestände vorliegen, sind diese Zählungen auch der Jungschwäne hier in der Region sehr wertvoll. 14 Prozent Anteil an Jungschwänen sind ausreichend, um den Bestand zu erhalten. Diese Zahlen variieren aber von Jahr zu Jahr", sagte Martina Bode.
Den Kindern brachte es sichtlich Spaß, die Fragen in den Arbeitsblättern zu beantworten. Einige wollen mit ihren Eltern noch mal zu den Zwergschwänen fahren, um auch den Schlafplatzanflug zu beobachten, ein sehens- und hörenswertes Ereignis.

Für Erwachsene wurden geführte Touren mit Planwagen oder eigenem Pkw angeboten, auch zu den Schlafplätzen zwischen Bergenhusen und Meggerdorf. Der Schneesturm am Wochenende hatte aber seine Auswirkungen. Die letzte Tour am Sonntag musste ausfallen, und die Zwergschwäne haben überstürzt die Region verlassen.

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erstellt am 13.Mär.2013 | 06:28 Uhr

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