zur Navigation springen

Kater verschwunden : Waren Katzenfänger am Werk?

vom

Ein Kater verschwindet von einem völlig gesichertem Grundstück in Tating. Zurückgeblieben sind nur ein paar Fellreste und sein trauriger Bruder Jerry.

Tating | Astrid und Svend Ponath aus Tating blutet das Herz: Ihr Kater Tommy ist vor einer Woche verschwunden - auf mysteriöse Weise. Zurückgeblieben ist Jerry, der Bruder von Tommy. Auch er vermisst ihn. Laut mauzend streicht er durchs Haus. Die Ponaths sind sich sicher: Tommy wurde von Tierfängern geholt. Sie haben Anzeige bei der Polizei erstattet und eine Suchaktion gestartet.
Seit dem Abend des 31. Mai vermissen die Ponaths den kastrierten siebenjährigen Kater. Gegen 23.15 Uhr hörten die Schwägerin, die nebenan wohnt, und auch ein paar Jugendliche in der Straße Katzengeschrei. Als Svend Ponath eine halbe Stunde später nach seinen beiden Vierbeinern rief, entdeckte er schließlich nur Jerry, auf der anderen Seite des Lamellenzauns, der das Grundstück umgibt. "Er war total verängstigt. Von Tommy keine Spur, außer ein paar Fellresten auf dem Kies."

Kater Tommy war mit Sender gesichert

Dass Tommy auf Wanderschaft gegangen ist, das glauben beide nicht. "Das hat er noch nie gemacht und das kann er auch nicht", sagt Svend Ponath. Bei einem Rundgang durch den Garten der gepflegten Doppelhaushälfte macht er deutlich, warum: Das Grundstück ist komplett eingefriedet, an dem Zaun verläuft ein dünner Stromdraht. Das Ehepaar wollte verhindern, dass die Katzen auf Wanderschaft gehen. "Sie tragen beide einen Sender, kommen sie dem Zaun zu nahe, ertönt erst ein Piepsen, dann ein Warnton und, wenn sie noch näher herankämen, kriegten sie einen Schlag."
Jerry hat Respekt davor: Als Ponath zur Demonstration den Sender in Richtung Zaun hält, zucken Jerrys Ohren ängstlich, beim Warnton verschwindet er im Haus. Für Ponath steht fest: Jemand hat die beiden Katzen mit Lockstoff in die Nähe des Zauns geholt und sie dann mit einem Ketscher rübergewuchtet. "Die sind nämlich zutraulich. Von allein wären sie nie darüber gesprungen." Auch der völlig zerwühlte Kies auf der anderen Seite des Zauns ist für ihn Beweis: Dort hat jemand gestanden.

Vorfälle häufen sich bei Polizei

Detlev Claussen, Polizist in Garding, hat in jener Nacht mit seinem Kollegen Martin Schmidt bei der Suche geholfen. Für ihn ist die Sache nicht so eindeutig. "Wir haben in letzter Zeit keine Häufung von Anzeigen wegen verschwundener Katzen." Für ihn ist durchaus vorstellbar, dass die beiden nun doch den Sprung über den Zaun gewagt haben. "Aber es ist natürlich auch vorstellbar, dass sich dort jemand zu schaffen gemacht hat."
Bianca Tedsen vom Verein Stubentiger Eiderstedt, der sich um Katzen in Not kümmert, will ebenfalls nicht ausschließen, dass hier Tierfänger am Werk waren. Sie kann sich aber auch vorstellen, dass eine streunende Katze über den Zaun gesprungen ist und dort Streit mit den beiden angefangen hat. Daran glaubt Astrid Ponath nicht: "Jerry ist so ängstlich, der würde nie kämpfen." Sie und ihr Mann hoffen, dass Tommy doch noch auftaucht. Wer also einen rötlich gestromten, eher kleinen kastrierten Kater gesehen hat, wird gebeten, sich zu melden.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Jun.2013 | 06:21 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen