Gutes Storchenjahr : Störche müssen durchhalten

Trotz Verspätung, guter Erfolg für die Storchen-Brutzeit. Foto: Michael Staudt
Trotz Verspätung, guter Erfolg für die Storchen-Brutzeit. Foto: Michael Staudt

Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto-Institut des Naturschutzbundes Schleswig-Holstein spricht von einem guten Storchen-Bestand im Norden Schleswig-Holsteins.

shz.de von
26. Juni 2013, 06:00 Uhr

Bergenhusen | Es könnte ein gutes Storchenjahr in Schleswig-Holstein werden. Das glaubt zumindest der Storchenexperte Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto-Institut des Naturschutzbundes Schleswig-Holstein in Bergenhusen (Kreis Schleswig-Flensburg), wo allein 19 Paare leben.
Obwohl die Tiere nach dem langen Winter verspätet in den Norden zurückgekehrt sind, prognostiziert er einen guten Bruterfolg. "In Schleswig-Holstein hat es im Juni nicht so viele starke Niederschläge gegeben wie etwa in Niedersachsen wo viele Jungtiere deswegen eingegangen sind." Vor allem im Norden Schleswig-Holsteins sei der Bestand sehr gut. Thomsen hofft, dass es landesweit diese Jahr mehr als die 248 Paare geben wird, die 2012 registriert wurden.
Ein wenig Sorgen machen dem Experten nur die etwa drei Wochen alten Jungtiere, die die Störche großziehen, die als letztes im Norden gebrütet haben. "Die Jungen haben noch Daunen und kein richtiges Federkleid. Wenn die in den Starkregen kommen, könnten sie unterkühlen, schwach werden, nichts mehr fressen und sterben", so Thomsen. Erst wenn sie in ein bis zwei Wochen ein richtiges Federkleid bekämen, und dann so groß würden wie die Elterntiere, könnten sie dem widrigen Klima widerstehen. Thomsen: "Dann sind sie über den Berg."

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