Lahmendes Pferd: Kalte Dusche hilft erstmal am besten 

 Es passiert, dass Pferde stolpern. Lahmen sie dann, sollten Besitzer das Bein mit Wasser kühlen. Foto: Angelika Warmuth
Es passiert, dass Pferde stolpern. Lahmen sie dann, sollten Besitzer das Bein mit Wasser kühlen. Foto: Angelika Warmuth

Sülfeld (dpa/tmn) - Ein Pferd stolpert oder tritt auf einen Nagel. Die Folge: Das betroffene Bein lahmt. Dann kann erstmal kühles Wasser helfen. Bei schwereren Fällen sollte jedoch ein Tierarzt gerufen werden.

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27. Juli 2013, 11:33 Uhr

Sülfeld (dpa/tmn) - Ein Pferd stolpert oder tritt auf einen Nagel. Die Folge: Das betroffene Bein lahmt. Dann kann erstmal kühles Wasser helfen. Bei schwereren Fällen sollte jedoch ein Tierarzt gerufen werden.

Lahmenden Pferden tut eine Abkühlung gut. Das gilt zumindest dann, wenn sich das Bein des Tieres warm und dick anfühlt. Dann können Besitzer die Stelle ein- bis zweimal täglich fünf Minuten mit dem Wasserschlauch kühlen. «Das Gewebe sollte sich danach wirklich kälter anfühlen», sagt Tierärztin Kristina Goslar. Meist wissen Halter nicht genau, warum ihr Pferd ein Bein nachzieht oder nicht mehr voll belastet. Möglicherweise ist es auf der Koppel gestolpert oder hat sich einen Nagel in den Huf getreten. Haben sie von vornherein den Eindruck, dass das Tier sehr schlimm lahmt, sollten sie nicht lange selbst behandeln und gleich einen Tierarzt hinzuziehen.

Kennen Besitzer die Ursache der Lahmheit nicht, sollten sie in keinem Fall Salbe auf das Bein schmieren oder ungeübt einen Verband anlegen. «Das kann die Haut reizen oder Druckstellen verursachen», warnt Goslar, die Mitglied in der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) ist.

Ein Tierarzt ist dann gefragt, wenn das Lahmen nach kurzer Zeit schlimmer wird oder sich auch nach mehreren Tagen der Ruhe nicht bessert. Ruhe muss nicht unbedingt heißen, dass das Pferd allein in der Box steht: «Pferde sind Herdentiere. Wenn sie sehen, dass alle anderen Tiere raus auf die Weide dürfen, werden sie erst recht unruhig und bewegen sich noch mehr», erklärt Goslar. In diesem Fall könnten Halter das Pferd zusammen mit einem Artgenossen von den anderen Tieren trennen. Auf Ausritte sollten sie in dieser Zeit aber ganz verzichten.

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