Dänemark : Junge sichtet Wolf bei Angriff

Laut Auskunft der dänischen Behörden soll es im Raum Mittel-Jütland mindestens drei Wölfe geben. Foto: dpa
Laut Auskunft der dänischen Behörden soll es im Raum Mittel-Jütland mindestens drei Wölfe geben. Foto: dpa

Moritz ist sich sicher: er hat bei einer Radtour in Dänemark einen Wolf in freier Wildbahn dabei beobachtet, wie er ein Rehkitz angriff und schließlich tötete.

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02. Juli 2013, 05:26 Uhr

Aarhus | Moritz Petersen, der zusammen mit seinen Eltern einen 14-tägigen Campingurlaub in Dänemark verbringt, wurde in Ostjütland Zeuge eines Wolfsangriffs. Der 16-Jährige Schüler erlebte am Sonntag auf einer Fahrradtour entlang dem Mossø mit seinen eigenen Augen, wie ein Wolf ein Rehkitz angriff und tötete.
In der Nähe von Alken tauchte zunächst ein Reh mit seinem Jungen auf, um einen Weg zu überqueren. Doch plötzlich, so der Jugendliche, tauchte auch ein Wolf auf, der blitzschnell das Rehkitz angriff und mit einem Biss tötete. Er habe den Vorfall aus 50 bis 100 Metern Entfernung beobachtet, sagte der Junge, der vom Rad sprang, um die blutige Spur zu verfolgen, aber den Wolf mit Beute sah er nicht mehr. Auch das Reh war verschwunden. Schockiert fuhr der Junge nach Hause und fragte seine Eltern, ob es in Dänemark denn Wölfe gebe.
Gestern Vormittag wollte er Skov- og Naturstyrelsen sein Ferienerlebnis berichten. Da der Jugendliche in Deutschland oft einen Tierpark besucht, in dem Wölfe gefüttert werden, ist er sich völlig sicher, dass es nicht um einen großen Hund, sondern um einen Wolf gehandelt hat. Die dänischen Behörden gehen davon aus, dass es im Raum Mittel-Jütland inzwischen mindestens drei Wölfe geben muss.

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