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Bad Oldesloe : Hundesport für jedermann

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Sei es der Schutzdienst, die Ausbildung zum Begleithund oder Agility-Training: Vierbeiner können aus sportlicher Sicht vielfältig gefordert werden.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2013 | 05:26 Uhr

Bad Oldesloe | Der Name täuscht ein wenig. Im Verein für Deutsche Schäferhunde in Bad Oldesloe sind schon lange sämtliche Hunderassen und selbstverständlich auch Mischlinge vertreten. Der Vorsitzende Uwe Wolgast gehört noch zu dem knappen Drittel der Vereinsmitglieder, die einen Schäferhund haben. Die anderen Hundefreunde haben vom kleinen Mischling bis hin zum Rottweiler eine Vielzahl von Rassen und Größen, mit denen sie ihrem Sport nachgehen. "Wir sind inzwischen ein Verein für Hundesport, in dem jeder mit dabei sein kann", sagte der 59-Jährige. Er steht seit zehn Jahren an der Spitze des Vereins, der zum Landesverband Schleswig-Holstein gehört. In dem Verband, zu dem auch Hamburg und Teile von Niedersachsen gehören, gibt es insgesamt 78 Ortsgruppen.

Gegründet wurde die Bad Oldesloer Ortsgruppe 1972. Sie hat ein rund 26.000 Quadratmeter großes Übungsgelände auf dem sich auch ein Vereinsheim befindet. Bei der Gründung standen vor allem Gebrauchshunde im Vordergrund. Sie wurden in Schutzdienst, Fährtensuche und Rettungshunde ausgebildet. Allerdings steht hinter dem Begriff Rettungshund eher der sportliche Aspekt. Die Hunde kommen nicht bei Katastrophen oder Notfällen zum Einsatz. "Es sind abgewandelte Übungen der Rettungshundeausbildung, die bei uns auf dem Gelände durchgeführt werden können", erklärte Wolgast.

Agility-Sport: Sport für Herrchen und Hund

Angeboten wird auch die Begleithundeausbildung. Sie ist der Einstieg in den Hundesport und die Voraussetzung für die Schutzhundausbildung aber auch für Agility. Ein weiterer Bereich ist die Hundeausbildung für alle nach dem Augsburger Modell. Hierbei geht es vor allem um eine praxisorientierte Grundausbildung unabhängig von Rasse und Größe des Hundes. Wer dabei mitmachen möchte, muss auch kein Mitglied im Verein sein. "Es ist nicht immer nur die Erziehung des Hundes. Oft ist es auch die des Hundebesitzers", so Uwe Wolgast.

Einen großen Bereich nimmt seit Anfang der 1990er Jahre der Agility-Sport in dem Verein ein. Die Welle schwappte damals aus England herüber. "Von den 48 Mitgliedern gehören 20 zu dieser Sparte", betonte der Vorsitzende. Bei Agility wird nicht nur der Hund sondern auch Herrchen oder Frauchen gefordert. Die Hunde müssen bei diesem Sport einen Parcours bestreiten, auf dem zahlreiche Hindernisse zu überwinden sind. Mauern, Hürden, Schrägwände, Wippen, Tunnel, Reifen, Laufstege oder Weitsprung dürfen Hund und Herrchen nicht verschrecken. Natürlich spielt dabei auch die Zeit eine Rolle, die für das Absolvieren des Parcours benötigt wird.

Der Schäferhundverein richtet jedes Jahr ein großes Agility-Turnier aus, zu dem Hundebesitzer aus dem gesamten Norddeutschen Raum nach Bad Oldesloe kommen. "Für unseren Verein ist das schon eine hoher Aufwand. Für die gesamte Organisation vom Aufbau bis hin zur Durchführung und Versorgung von Gästen und Hundesportlern werden 20 Helfer pro Tag benötigt", erklärte Uwe Wolgast. Theoretisch könnten pro Kampfrichter und Tag 100 Teilnehmer an den Start gehen. In diesem Jahr findet das Turnier am 17. August ab 9 Uhr auf dem Vereinsgelände am Pölitzer Weg statt.

Hundesportverein sucht Nachwuchs

Auch wenn Agility noch immer boomt, fehlt dem Hundesportverein der Nachwuchs. Über Hundeerziehungskurse für Jedermann wird zum Beispiel versucht, Hundebesitzer für den Sport zu begeistern. Aber Jugendliche können nur schwer für den Hundesport begeistert und gewonnen werden. "Sportliche Aktivitäten in der Masse sind für viele erreichbar. Wir erreichen die Jugendlichen aber nur über deren Eltern", so Wolgast.

Wer Interesse am Hundesport hat oder sich einfach nur mal unverbindlich informieren möchte, der kann zum Beispiel am Wochenende zum Übungsplatz kommen. Bei Kaffee und Kuchen kann beim Training zugeschaut werden.
www.schaeferhunde-badoldesloe.de

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