zur Navigation springen

Hunde mit heller Haut im Sommer nicht scheren

vom

Berlin (dpa/tmn) - Die Hitze macht auch Hunden zu schaffen. Doch Fell bedeutet nicht automatisch, dass es auch gleich doppelt warm ist. In vielen Fällen sind Halter sogar besser beraten, ihren Vierbeiner nicht zu scheren.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2013 | 11:33 Uhr

Berlin (dpa/tmn) - Die Hitze macht auch Hunden zu schaffen. Doch Fell bedeutet nicht automatisch, dass es auch gleich doppelt warm ist. In vielen Fällen sind Halter sogar besser beraten, ihren Vierbeiner nicht zu scheren.

Ob Besitzer ihren Hund im Sommer scheren lassen sollen oder nicht, hängt von dessen Unterhautfarbe ab. Denn ähnlich wie Menschen sind die Vierbeiner unterschiedlich pigmentiert. «Das hat nicht unbedingt etwas mit der Fellfarbe zu tun. Es gibt Hunde mit dunklen Haaren, aber heller Haut», erklärt Ursula Bauer von der Aktion Tier. Haben Hunde eine helle Haut, ist die Schur nicht ratsam. Sie holen sich sonst schnell einen Sonnenbrand. «Auch Insekten haben dann leichteres Spiel.»

Die Farbe der Unterhaut erkennen Halter, indem sie das Fell mit zwei Fingern auseinanderschieben - ähnlich wie man bei Menschen die Kopfhaut untersuchen würde.

Nur Hunde mit extrem langem Fell - etwa Hirtenhunde oder Bobtails - sollten bei Hitze die Haare gekürzt bekommen. In der Regel reicht es laut Bauer aber aus, sie rundherum ein wenig zu stutzen. Das können Halter mit einem Haartrimmer leicht selbst erledigen. Wer Angst hat, dass das Ergebnis löchrig ausfällt, wendet sich lieber an einen Profi im Hundesalon.

Vor allem bei Hitze leiden manche Hunde unter Hautproblemen. Bei den sogenannten Hot Spots bildet sich binnen Stunden ein ovaler, gut abgegrenzter, nässender Fleck. Seine Größe variiert von einem Ein-Euro-Stück bis zur Fläche einer Hand. Entdecken Besitzer solch eine Stelle, dürfen sie diese nicht eigenmächtig therapieren. Salben oder dickflüssige Pasten können den Zustand noch verschlimmern, warnt der Bundesverband praktizierender Tierärzte.

Der Tierarzt kann die wunde Stelle mit einer Speziallösung behandeln. Tiefe Hot Spots müssen mit Antibiotika geheilt werden. Zur Vorbeugung sollten Halter Tiere mit dichtem Fell regelmäßig bürsten und am besten täglich auf Veränderungen untersuchen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen