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Hilfsbedürftige Vögel : Hilfe für die hungrigen Störche

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In Großharrie und Großenaspe wird Adebar mittlerweile von Anwohnern gefüttert. Auch Eulen und Bussarde geraten in Not.

shz.de von
erstellt am 27.Mär.2013 | 06:50 Uhr

Grossharrie/Grossenaspe | Der zurückgekehrte Winter macht inzwischen nicht nur Eulen oder Mäusebussarden, sondern auch den ersten Storchenpaaren im Land das Leben schwer. Mittlerweile sind in den Gemeinden rund um Neumünster erste Hilfsaktionen für Adebar angelaufen.

Kaum eine Maus lässt sich derzeit am Wegrand blicken, geschweige denn Regenwürmer oder gar die bei Adebar besonders beliebten Frösche und anderes Beutegetier wie etwa Schlangen. Die liegen noch fest in der Winterstarre in sicherer Deckung. Für die ersten Frühheimkehrer unter den Störchen bleibt der Tisch damit leer. In Großharrie haben Birgit Jacobsen und ihr Mann Martin Ros begonnen, das am Dorfplatz eingekehrte Storchenpaar zu versorgen. Leckerer Stint steht hier auf dem Speiseplan.

Störche freuen sich über Futtergaben

Landwirtsfamilie Sötje, auf deren Hof sich die Störche im letzten Jahr ein neues Nest gebaut hatten, greift den Großvögeln ebenfalls mit Futtergaben unter die Fittiche.

Das Angebot haben die Störche schnell angenommen. Nach wenigen neugierigen Blicken, was sich wohl in den bereitgestellten Eimern oder einer Maurerwanne befindet, haben die Vögel sich schnell an die Futterstellen gewöhnt und trotzen jetzt wohlgenährt dem kalten Schneewinter.

Nicht nur Störche warten auf Tauwetter

Der sollte allerdings jetzt bald zu Ende gehen, hofft André Rose vom Wildpark Eekholt. Seit Anfang März nimmt die Zahl der Wildstörche an der Eekholter Winterfütterung zu. Ein bis drei Wildstörche waren es Anfang März. Bis zu 18 Wildstörche versammelten sich in den letzten Tagen an der Fütterung. "Leider befinden sich viele Vögel ohne Ring unter den Wildstörchen", sagte Rose. Die Herkunft der Futtergäste ist daher schwer zu bestimmen. Einige könnten auch Gäste aus Hitzhusen sein, wo - wie auch in Eekholt - ebenfalls Störche überwintern.

Anrufe, wie den heimkehrenden Störchen zu helfen sei, kommen inzwischen in Eekholt auch aus dem Hamburger Randgebiet, zum Beispiel aus Wedel. "Fische wie Stinte oder Rotaugen sind eine ebenso gute Wahl wie Eintagsküken", meint Rose - je nachdem welches Futter besser zu beschaffen sei. Die ersten Tauflecken auf den Wiesen allein würden zurzeit jedenfalls kaum reichen. Auf Tauwetter und bei etwas wärmerem Boden die ersten Würmer, darauf warten jetzt nicht nur die Störche. Wie groß die Not nach dem Winter bei der Futtersuche ist, können Spaziergänger im Frühling auch beobachten, wenn Mäusebussarde wie Hühner in Maulwurfshügeln oder auf Feldern nach Würmern scharren.

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