Schon gewusst? : Heuler sind nicht immer traurig

Der Heuler 'Peer S.' wird in der Seehundstation von Tierpflegern versorgt. Foto: dpa
Der Heuler "Peer S." wird in der Seehundstation von Tierpflegern versorgt. Foto: dpa

Ihre heulenden Geräusche haben weniger mit Traurigkeit als viel mehr mit einer Signal-Funktion zu tun. Seehund-Kinder vermitteln ihrer Mutter so ihren Standort.

shz.de von
28. Mai 2013, 02:31 Uhr

Friedrichskoog | Pferde-Kinder heißen Fohlen, kleine Schweine nennt man Ferkel. Manche Seehund-Babys nennt man Heuler. Und zwar die, die von ihrer Mutter getrennt wurden. Der Name hat damit zu tun: Kleine Seehunde heulen öfter ziemlich laut, wenn sie ohne ihre Mutter auf einer Sandbank im Meer liegen. Sie wollen so auch ihrer Mutter zurufen, wo sie sind. Denn Seehund-Mamas lassen ihre Kleinen oft mal eine Weile allein, um Fische zu fangen.
Die Jammer-Geräusche bedeuten also noch lange nicht, dass die Tierkinder traurig sind, sagen Seehund-Experten. Nur wenn ihre Mütter wirklich nicht zurückkommen, brauchen junge Seehunde Hilfe. So wie zwei Tiere, die jetzt in der Seehundstation Friedrichskoog an der Nordsee leben. Dort bekommen sie fette Milch und Fisch. Wenn sie in einigen Wochen stark genug sind, dürfen sie wieder in die Freiheit.

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