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Junge Heidschnucken : Großes Lämmerglück am Goossee

vom

22 kleine Heidschnucken sind im Landschaftsschutzgebiet Goosseewiesen zur Welt gekommen. Mit Nachzüglern der vierbeinigen Rasenmäher wird gerechnet.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 08:29 Uhr

Eckernförde | Peter der Achte hat ganze Arbeit geleistet: Als einziger Bock unter 38 Heidschnucken hat er im November vergangenen Jahres kräftig für Nachwuchs gesorgt. Seit April lammen die Muttertiere im Landschaftsschutzgebiet Goosseewiesen nun ab - inzwischen sind 22 Lämmer zur Welt gekommen. "Wir rechnen mit 30 bis 35 Jungtieren", sagt Jürgen Schmidt, Vorsitzender des Naturschutzbundes Eckernförde (Nabu).
Am 10. April erblickte das erste Lamm dieser Saison das Licht der Welt. Jürgen Schmidt vermutet, dass das letzte Muttertier um Pfingsten herum gebären wird. "Im vergangenen Jahr hatten wir sogar im Juni noch ein oder zwei Geburten", sagt Jürgen Schmidt. Die Tiere bringen ihre Jungen ohne Hilfe der Naturschützer zur Welt.

Rasenmäher auf vier Beinen


"Wir setzen die Tiere als lebendige Rasenmäher ein, um die halboffene Weidenlandschaft in den Goosseewiesen zu erhalten", erklärt Jürgen Schmidt. Deshalb habe sich der Nabu für die extensive Beweidung durch die robuste Landschaf-Rasse entschieden. "Würden wir das nicht machen, wären die Goosseewiesen bald bewaldet." Dadurch ginge eine erhaltenswerte Flora mit vielen seltenen Pflanzen verloren, die auch für einen großen Artenreichtum an Insekten sorge. Das sei wichtig, weil sich die Arten in den modernen Monokulturen der Landwirtschaft nicht entfalten können.
Die Heidschnucken weiden das ganze Jahr über auf bis zu 15 Hektar Fläche in dem Landschaftsschutzgebiet zwischen B76, dem Goossee und dem Sandkrug-Gelände im Süden der Stadt. Der lange Winter habe dafür gesorgt, dass den Schafen das Futter knapp wurde. Deshalb füttern Jürgen Schmidt und sein Mitstreiter Karl-Heinz Siebrecht die Tiere seit einiger Zeit zusätzlich mit Kraftfutter. Sonst ist das nicht nötig, die Tiere ernähren sich von der Vegetation.
Das Futter stellt Anke Mückenheim zur Verfügung. Der Schäferin aus Rieseby gehört die Herde. Der Nabu nutzt die Tiere, während sich Anke Mückenheim nicht um eine Weide kümmern muss. Wenn die Jungtiere größer sind, wird eine entsprechende Zahl der alten Heidschnucken geschlachtet. Auf diese Weise bleibt es bei der Größe der Herde von 38 bis 45 Tieren.
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