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Tierazt-Wahl : Genau unter die Lupe nehmen

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Getreu dem Grundsatz vorbeugen ist besser als heilen, sollte man bei Hunden auch einiges beachten, um die Gesundheit zu schützen.

Flensburg | Mit tapsigen großen Pfoten, niedlichen Gesichtern und einer tollpatschigen Art erobern Hundewelpen die Herzen von Tierfreunden meist im Sturm. Doch wer einen Vierbeiner bei sich zuhause aufnimmt, sollte nicht nur die Kosten für Futter, Spielzeug und Hundekörbchen im Blick haben, sondern auch regelmäßige Besuche beim Tierarzt.

Das neue Zuhause: Bevor der Hund mit nach Hause gebracht wird, sollten die Besitzer zunächst die Räumlichkeiten gründlich unter die Lupe nehmen. Welpen knabbern gerne alles Mögliche an, egal ob es sich dabei um nagelneue Schuhe oder Elektrokabel der Stereoanlage handelt. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern kann für die Tiere auch gefährlich werden. Zudem sollte nichts herumliegen, was von dem jungen Hund verschluckt werden kann. Kleine Gegenstände bis hin zu Socken können im Welpenbauch verschwinden, was einen Besuch beim Tierarzt mit sich ziehen kann.

Parasiten: Welpen, die von einem Züchter oder aus einem Tierheim stammen, sind meistens entwurmt und geimpft. Wie beim Menschen müssen allerdings auch die Impfungen der Vierbeiner in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, stellt seinen neuen Liebling am besten gleich in den ersten vierzehn Tagen seinem Tierarzt vor, so lautet der Rat des Bundesverbandes der praktizierenden Tierärzte. Auch wenn der Welpe bereits entwurmt an die neuen Besitzer übergeben wurde, ist es ratsam, den Hundewelpen in der 9. bis 12. Lebenswoche nochmals zweimal in 14-tägigem Abstand zu entwurmen. Denn Würmer, die der Hundenachwuchs beispielsweise über die Muttermilch aufgenommen haben kann, stören die Entwicklung der Jungtiere und können zudem auch auf den Menschen übergehen. Äußere Parasiten wie Flöhe, Milben und Zecken können Hunden trotz guter Pflege ebenfalls von Zeit zu Zeit zu schaffen machen. Zum einen verursachen sie Hautreizungen, auf die die Vierbeiner mit heftigem Kratzen reagieren. Zum anderen können aber auch gefährliche Krankheiten, wie etwa Borreliose, übertragen werden.

Das richtige Futter: Nach Angabe des Fachverbandes sollte Hundefutter dazu beitragen, Krankheiten zu vermeiden. Dies gilt vor allem für Welpen und Hunde im Seniorenalter, die insbesondere Nährstoffe und Vitamine benötigen. Der Markt hält eine Vielzahl an Nass- und Trockenfutter bereit, das innerhalb einer großen Preisspanne angeboten wird. Auf der Suche nach dem richtigen Futter helfen einem Hundehalter die Erfahrungen anderer Tierhalter sowie der Rat des Tierarztes. In vielen Onlineforen tauschen sich Tierfreunde über alle Hunde-Themen aus und können ebenfalls hilfreiche Anregungen geben. Auch Fachzeitschriften, die wirtschaftsunabhängige Tests durchführen, können eine Entscheidungshilfe geben.

Die Tierarztkosten: Was ein Tierarzt für die Behandlung berechnet, kann sehr unterschiedlich sein. Zwar gibt es die Gebührenordnung für Tierärzte, doch in dieser heißt es unter §2: „Die Höhe der einzelnen Gebühr bemisst sich, soweit nichts anderes bestimmt ist, nach dem Einfachen bis Dreifachen des Gebührensatzes. Die Gebühr ist innerhalb dieses Rahmens unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des einzelnen Falles, insbesondere der Schwierigkeit der Leistungen, des Zeitaufwandes, des Wertes des Tieres sowie der örtlichen Verhältnisse nach billigem Ermessen zu bestimmen.“ Dieselbe Behandlung bei verschiedenen Tierärzten kann also unterschiedlich berechnet werden.

Weit wichtiger als der Preis ist den Tierbesitzern meist ohnehin, dass die Chemie zwischen Tierarzt, Vierbeiner und Besitzer stimmt. Während sich die Veterinäre fachlich nur gering unterscheiden, sind die individuellen Bedürfnisse der Tierhalter sehr unterschiedlich. Bei der Wahl des Arztes helfen Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Doch meist entscheidet sich ein Tierbesitzer am Ende aufgrund eines guten Bauchgefühls.


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erstellt am 15.Mär.2013 | 12:22 Uhr

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